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Deepfakes: Jetzt geht Hollywood gegen die falschen Porno-Videos an

Ein Deepfake-Video: Ja, auch Nicolas Cages Gesicht wurde auf den Körper einer Schauspielerin gesetzt.
Ein Deepfake-Video: Ja, auch Nicolas Cages Gesicht wurde auf den Körper einer Schauspielerin gesetzt.
Foto: Screenshot
Die Debatte um Deepfakes ist noch nicht vorbei. Nun will eine Künstler-Gewerkschaft gegen die Videos ankämpfen, die viele Hollywood-Schauspieler verunglimpft.

Hollywood-Schauspieler werden wohl öfter als andere Menschen als Protagonisten von Deepfake-Videos herangezogen. Ihr Gesicht wird auf den Körper einer anderen Person montiert und man lässt sie dadurch jene Dinge machen, die man als Videoeditor wünscht. Häufig sind Porno-Videos das Resultat. Deepfake-Videos sind in diesem Bereich ein großer Hit. Obwohl diverse Portale, etwa Pornhub, Deepfake-Videos nicht gutheißen, verbreiten sich die Beiträge rasant.

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Mitglieder schützen, im Merchandising und in Pornos

Die Künstler-Gewerkschaft SAG-AFTRA, der viele Hollywood-Schauspieler, aber auch bekannte Musiker angehören, sagt Deepfake-Videos nun den Kampf an. Genauer gesagt, versucht sie Wege zu finden, um auf legalem Weg gegen Deepfake-Videos vorzugehen. "Wir wollen unsere Mitglieder vor dem unautorisierten Gebrauch ihrer Person schützen, inklusive digitalen Replikationen, sei es in Werbungen, Produkten, Merchandising-Produkten, gefälschten Nachrichten, Filmen, Videospielen oder Pornografie", teilt die Gewerkschaft laut Deadline mit.

Auch verstorbene Mitglieder schützen

SAG-AFTRA befinde sich in Gesprächen mit Anwälten, befreundeten Gewerkschaften sowie mit politischen Vertretern, um Möglichkeiten der rechtlichen Bekämpfung der Urheber von Deepfake-Videos auszuloten. Sollte sich dabei herausstellen, dass es nur unzureichende gesetzliche Maßnahmen zum Verhindern von Deepfakes gibt, wolle man stark dafür eintreten, dass sich diese Situation ändere.

Vor Deepfakes geschützt werden sollen im Übrigen nicht nur lebende Mitglieder der Gewerkschaft, sondern auch verstorbene, deren Bildrechte an Erben übergegangen sind.

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