Um mehr über Kunden herauszufinden, hat der

Tabakkonzern

Philip Morris

in zwei Wiener Kiosken

Werbedisplays

in zwei Wiener Kiosken

Werbedisplays

und Kameras mit

Gesichtserkennung

und Kameras mit

Gesichtserkennung

aufgestellt. Die Kameras erheben Geschlecht und Alter der Konsumenten. Je nachdem ob Kunden männlich oder weiblich und über oder unter 30 Jahre alt sind, werden ihnen über die Anzeigetafeln dann unterschiedliche Zigarettenmarken angepriesen.

aufgestellt. Die Kameras erheben Geschlecht und Alter der Konsumenten. Je nachdem ob Kunden männlich oder weiblich und über oder unter 30 Jahre alt sind, werden ihnen über die Anzeigetafeln dann unterschiedliche Zigarettenmarken angepriesen.

Es handle sich um einen Test, der zunächst für vier Wochen anberaumt sei und vor kurzem begonnen habe, sagt

Claudia Oeking

, Leiterin Corporate Affairs bei

Philip Morris

, Leiterin Corporate Affairs bei

Philip Morris

Austria

. Von dem Versuch erhoffe man sich auch Erkenntnisse über die Kundenfrequenzen in den Verkaufsstellen.

Gesichtserkennung bei Werbung ruft Datenschützer auf den Plan

. Von dem Versuch erhoffe man sich auch Erkenntnisse über die Kundenfrequenzen in den Verkaufsstellen.

Gesichtserkennung bei Werbung ruft Datenschützer auf den Plan

Ähnliche Systeme, mit denen der stationäre Handel der Online-Konkurrenz nacheifern will, sorgen bei

Datenschützern

seit längerem für Verdruss. Eine

Apotheke

seit längerem für Verdruss. Eine

Apotheke

in

Linz

in

Linz

, die im vergangenen Jahr Gesichtsscans für zielgruppenrelevante Werbung einsetzte, musste den Einsatz der Technik nach einem regelrechten Shitstorm in Online-Netzwerken wieder einstellen. Die deutsche Supermarktkette Real, die im vergangenen Jahr ebenfalls solche Systeme bei

Werbedisplays

, die im vergangenen Jahr Gesichtsscans für zielgruppenrelevante Werbung einsetzte, musste den Einsatz der Technik nach einem regelrechten Shitstorm in Online-Netzwerken wieder einstellen. Die deutsche Supermarktkette Real, die im vergangenen Jahr ebenfalls solche Systeme bei

Werbedisplays

zum Einsatz brachte, sah sich Klagsdrohungen von

Datenschützern

zum Einsatz brachte, sah sich Klagsdrohungen von

Datenschützern

gegenüber und stoppte die Gesichtsscans ebenfalls.

gegenüber und stoppte die Gesichtsscans ebenfalls.

Bei

Philip Morris

verweist man darauf, dass Bilddaten nicht gespeichert und personenneutral verarbeitet würden. „Bei der Ermittlung wird weder von uns noch von unserem Dienstleister eine Identifizierung oder Wiedererkennung von Personen vorgenommen. Es werden keine personenbezogenen Daten gespeichert. Sie werden auch nicht mit anderen Daten verknüpft“, sagt

Oeking

verweist man darauf, dass Bilddaten nicht gespeichert und personenneutral verarbeitet würden. „Bei der Ermittlung wird weder von uns noch von unserem Dienstleister eine Identifizierung oder Wiedererkennung von Personen vorgenommen. Es werden keine personenbezogenen Daten gespeichert. Sie werden auch nicht mit anderen Daten verknüpft“, sagt

Oeking

.

Philip Morris

.

Philip Morris

erhalte lediglich anonymisierte Zahlenreihen.

erhalte lediglich anonymisierte Zahlenreihen.

K

unden werden im Dunklen gelassen

unden werden im Dunklen gelassen

Hinweise, dass solche Systeme zum Einsatz kommen, gibt es in den Kiosken allerdings nicht.

Oeking

begründet dies damit, dass es keine Notwendigkeit dafür gebe. „Wir schauen uns nicht die Person an, sondern erheben rein statistische Merkmale, die auf Wahrscheinlichkeit beruhen“, sagt die Philip-Morris-Managerin.

begründet dies damit, dass es keine Notwendigkeit dafür gebe. „Wir schauen uns nicht die Person an, sondern erheben rein statistische Merkmale, die auf Wahrscheinlichkeit beruhen“, sagt die Philip-Morris-Managerin.

Genehmigungen für solche Aufnahmen sind seit der Einführung der neuen EU-Datenschutzregeln mit Ende Mai nicht mehr notwendig. Die Verantwortung, dass die Datenverarbeitungssysteme gesetzeskonform betrieben werden, liege bei den Verantwortlichen, die dies im Falle von Beschwerden oder Anzeigen auch nachweisen müssten, heißt es aus der österreichischen Datenschutzbehörde.

Unbeobachtetes Bewegen ist ein Recht

Der auf Datenschutz spezialisierte Anwalt

Dominik Schelling

von der Wiener Kanzlei Dorda spricht von einer Gratwanderung. Seine Kanzlei habe Mandanten beim Einsatz ähnlicher Systeme dazu geraten, Kunden darüber zu informieren.

von der Wiener Kanzlei Dorda spricht von einer Gratwanderung. Seine Kanzlei habe Mandanten beim Einsatz ähnlicher Systeme dazu geraten, Kunden darüber zu informieren.

Der

Datenschützer

Georg Markus Kainz

vom Verein quintessenz, der die Negativpreise

Big Brother Awards

vom Verein quintessenz, der die Negativpreise

Big Brother Awards

vergibt, meint, dass in einem solchen Fall eine aktive Zustimmung der Kunden zur Verarbeitung ihrer Daten notwendig sei. „Über den Gesichtsscan werden biometrische Daten erfasst, die mit einer Datenbank abgeglichen werden“, sagt

Kainz

vergibt, meint, dass in einem solchen Fall eine aktive Zustimmung der Kunden zur Verarbeitung ihrer Daten notwendig sei. „Über den Gesichtsscan werden biometrische Daten erfasst, die mit einer Datenbank abgeglichen werden“, sagt

Kainz

. Dass die Daten derzeit nicht gespeichert und weiterübertragen werden, bedeute nicht, dass dies nicht in Zukunft geschehen könne: „Wir haben ein Recht uns unbeobachtet zu bewegen.“

Österreich wird zum Überwachungsstaat, wenn es um Werbung geht

. Dass die Daten derzeit nicht gespeichert und weiterübertragen werden, bedeute nicht, dass dies nicht in Zukunft geschehen könne: „Wir haben ein Recht uns unbeobachtet zu bewegen.“

Österreich wird zum Überwachungsstaat, wenn es um Werbung geht

Der Einsatz von Kameras zu Marktforschungszwecken ist in österreichischen Kiosken keine Seltenheit. Augenkameras zum Messen der Aufmerksamkeit in den Tabak-Verkaufsstellen würden seit Jahren zum Einsatz kommen, erzählt

Andreas Schiefer

, Obmann des Landesgremiums der Tabakläden in

Wien

, Obmann des Landesgremiums der Tabakläden in

Wien

. Auch aus den Österreich-Niederlassungen großer

Tabakkonzerne

. Auch aus den Österreich-Niederlassungen großer

Tabakkonzerne

wird dies bestätigt. „Es wird nur die Zeit gemessen, wie lange die Augen der Kunden auf einer Werbefläche verharren“, heißt es von

Japan Tobacco

wird dies bestätigt. „Es wird nur die Zeit gemessen, wie lange die Augen der Kunden auf einer Werbefläche verharren“, heißt es von

Japan Tobacco

International (JTi).

International (JTi).

Dort, wo Werbung platziert werde, schaue aber trotzdem kein Kunde hin, meint

Schiefer

. Denn in Kiosken gebe es eine Vielzahl an „bunten Sachen“, auch bewegte Bilder habe man den ganzen Tag am Smartphone: „Das interessiert niemanden mehr.“ In Kiosken gebe es nur zwei Punkte, die die Aufmerksamkeit der Kunden auf sich ziehen würden, weiß der Obmann: „Das sind Mitarbeiter, was sie an der Brust und am Rücken haben, und der Zahlteller. Der Werbung am Verkaufsort wird zu viel Bedeutung beigemessen.“

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf futurezone.at.

. Denn in Kiosken gebe es eine Vielzahl an „bunten Sachen“, auch bewegte Bilder habe man den ganzen Tag am Smartphone: „Das interessiert niemanden mehr.“ In Kiosken gebe es nur zwei Punkte, die die Aufmerksamkeit der Kunden auf sich ziehen würden, weiß der Obmann: „Das sind Mitarbeiter, was sie an der Brust und am Rücken haben, und der Zahlteller. Der Werbung am Verkaufsort wird zu viel Bedeutung beigemessen.“

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf futurezone.at.

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