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Schütze dich vor Doxxing: So erstellst du ein sicheres Passwort

So einfach kannst du dir ein sicheres Passwort erstellen. Wir zeigen dir, wie es geht.
So einfach kannst du dir ein sicheres Passwort erstellen. Wir zeigen dir, wie es geht.
Foto: imago/Ikon Images
Wenn selbst einem 20-jähriger Schüler gelingt, Hunderte Politiker des deutschen Bundestags und Prominente zu hacken, solltest vielleicht auch du deine Passwörter überdenken.

Der Doxxing-Angriff auf den deutschen Bundestag sowie diverse Prominente hat erneut gezeigt, dass die Passwörter und Sicherheitsmaßnahmen der Deutschen noch nicht bereit für die Digitalisierung sind. Wir zeigen dir, wie du ein sicheres Passwort erstellen und dafür sorgen kannst, dass du es nicht direkt wieder vergisst.

Deshalb solltest du ein sicheres Passwort erstellen

Jedes Jahr am 1. Februar ist der "Change Your Password Day". Zu diesem Anlass wird immer wieder auf das Thema Passwort-Sicherheit aufmerksam gemacht. Doch was ist ein unsicheres Passwort? Dass 123456 kein sicheres Passwort ist, ist wahrscheinlich den meisten Leuten bewusst. Außerdem sind real existierende, gängige Wörter wie zum Beispiel „Hundi“ oder „Schatzi“ nicht sicher vor Hackerangriffen.

Wenngleich die Behörden den Hacker gefasst haben, der für den Angriff auf Hunderte Politiker des deutschen Bundestags, Journalisten, Moderatoren und Künstler verantwortlich sein soll, ist die Welt doch noch lange nicht sicher vor Doxxing-Attacken. Das Bundeskriminalamt (BKA) setzte den Hacker außerdem wieder auf freien Fuß, nachdem die Beamten feststellten, dass der 20-Jährige klare Reue empfand.

So sollte ein sicheres Passwort aussehen

Wie sieht ein sicheres Passwort aus? Grundsätzlich gilt: Je länger, desto besser. Mindestens acht Zeichen sollte euer Kennwort dabei haben und aus Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen bestehen. Bei besonderen Dateien oder auch beim WLAN-Netzwerkschlüssel sollte dein Passwort mindestens 20 Zeichen lang sein und aus einem oder mehreren zufällig generierten Worten bestehen. Klar, dass Kombinationen wie „3qiw´ß2b#grf56drfg“ nur sehr schwer oder überhaupt nicht zu merken sind.

Video: Passwörter einfach erklärt

Wie kann ich mir mein Passwort leicht merken?

Niemals solltest du deine Kennwörter unverschlüsselt am PC ablegen. Auch vom klassischen Notizzettel am Bildschirm raten wir dringend ab. Daher empfehlen wir dir einen Passwort-Manager zu verwenden.

Aber auch ganz ohne Passwort-Manager lassen sich mit einfachen Eselsbrücken sichere Passwörter erstellen und auch die kompliziertesten leicht merken. Dafür nimmst du ein Sprichwort oder ein leicht zu merkenden Satz wie beispielsweise: „ Am 30.Juli.1992 habe ich Abitur gemacht!“ Anschließend bildest du aus den Anfangsbuchstaben, kombinierst mit Zahlen und Sonderzeichen, das Passwort: A30.J.92hiAg!. Geht doch ganz einfach, oder?

Hier noch einmal die Zusammenfassung für deine sichere Passworterstellung:

  • Das Passwort sollte mindestens acht Zeichen haben.
  • Verwende Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen.
  • Kreiere deinen Passwort-Merksatz und kombiniere die Anfangsbuchstaben und Zeichen zu eurem Passwort.
  • Lege es nicht unverschlüsselt auf eurem PC ab und nutzt auch keinen Notizzettel. Passwort-Manager können zur Archivierung helfen.

Fazit: Sicheres Passwort erstellen leicht gemacht

Du siehst, es ist recht einfach ein sicheres Passwort zu erstellen. Man muss nicht "Schatzi" oder den Geburtstag der Freundin auswählen, um seine Daten sicher zu machen. Ein einfacher Merksatz reicht aus, um dir Passwörter zu merken.

Wenn du dein Passwort doch einmal wieder vergessen hast und auch keinen Passwort-Manager verwendet, dann kein Grund zur Panik. In den meisten Fällen lässt sich dein Kennwort sehr leicht zurücksetzen. Wie du beispielsweise das Kennwort für euer WLAN-Netzwerk zurücksetzt, erfährst du hier.

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