Digital Life 

So schützt Facebook euch vor Kostenfallen und physischen Schäden

Auch wenn Facebook dass nicht muss, orientiert sich die Plattform bezüglich der freien Meinungsäußerung an internationalem Recht des ICCPR.
Auch wenn Facebook dass nicht muss, orientiert sich die Plattform bezüglich der freien Meinungsäußerung an internationalem Recht des ICCPR.
Foto: imago/ZUMA Press
Facebook hat bereits seit einiger Zeit begonnen, vermehrt gegen Hate Speech und Fake News vorzugehen. Doch wo zieht die Plattform die Grenze?

Immer häufiger schlagen dem sozialen Medium Facebook Vorwürfe entgegen. Nach der Angst um Privatsphäre und Datenschutz wird nun die Meinungsfreiheit auf der Plattform infrage gestellt. Anlass hierfür bietet unter anderem das starke Vorgehen Facebooks gegen Hate Speech, Fake News und ähnliches – allerdings auch der Fakt, dass bislang unklar ist, nach welchen Kriterien das Netzwerk konkret aussortiert.

Facebooks Grenze der freien Meinungsäußerung

In einem am Donnerstag veröffentlichten Blog-Beitrag Facebooks heißt es: „Die Leute posten einige wirklich gemeine Dinge auf Facebook. Unbegründete Verschwörungstheorien, offensive Ideen, kaltblütige Lügen“. Dabei stelle man sich die Frage, ob Derartiges tatsächlich noch in das Feld der Redefreiheit falle oder ob man solche Inhalte endgültig entfernen solle. Dabei vergleicht sich das Netzwerk mit einer Regierung, die nicht wisse, inwiefern man Redefreiheit und das Vorgehen gegen Hate Speech kombinieren könne.

Facebook zieht unter anderem einen Vergleich zwischen europäischen Staaten und den USA. So wird beispielsweise in Deutschland die freie Rede nicht nur geschützt, sondern sogar gefördert, gleichzeitig ist Hassrede jedoch streng untersagt – in den USA wiederum ist diese Teil der Redefreiheit. Ein stimmiger, aber vager Vergleich, der noch nicht viel aussagt.

----------

Das könnte ebenfalls interessant sein:

----------

Zum Wohle der Nutzer

Ganz deutlich äußert sich der Konzern allerdings zu den Themen Drohung und Kostenfallen auf seiner Plattform: „Wir gestatten keine Inhalte, die Menschen physisch oder finanziell gefährden könnten“. Dies beinhalte Einschüchterung sowie Inhalte, die darauf aus seien Profit zu generieren, indem sie User austricksten. Wenngleich man hierbei nicht an internationales Recht gebunden sei, orientiere sich die Plattform am 19. Artikel des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte (Zivilpakt/ICCPR). Dieser setzt internationale Standards dafür, in welchen Fällen Einschränkungen der freien Meinungsäußerung gerechtfertigt und angemessen sind.

Zudem passe Facebook regelmäßig die eigenen Richtlinien an. Erst vergangenen Monat habe man diese geupdatet, als klar wurde, dass die bestehenden Vorgaben „nicht weit genug gingen, um vor drohender Gewalt oder physischem Schaden durch Fehlinformationen zu schützen“.

Zu den Kommentaren

Neueste Videos von futurezone in der Autoplay Video Playlist

Die neuesten Videos von futurezone und der FUNKE Zentralredaktion.

Die neuesten Videos von futurezone und der FUNKE Zentralredaktion.

Beschreibung anzeigen
Digital Life 

Ihr tindert mit Partnern, die ihr nicht kriegen könnt

Die Studie bestätigt auch ein altes Klischee: Frauen werden auf Online-Dating-Plattformen mit zunehmendem Alter als unattraktiver angesehen, bei Männern ist es umgekehrt.
Die Studie bestätigt auch ein altes Klischee: Frauen werden auf Online-Dating-Plattformen mit zunehmendem Alter als unattraktiver angesehen, bei Männern ist es umgekehrt.
Foto: imago/PhotoAlto

Dating außerhalb der eigenen Liga – was bedeutet das eigentlich? Eine neue Studie meint: Es hat auch mit der Anzahl der Nachrichten zu tun, die wir in den gängigen Apps bekommen.

Mehr lesen