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Fans kämpfen für das Überleben von Google+

Google gab überraschend das aus für Google+ bekannt.
Google gab überraschend das aus für Google+ bekannt.
Foto: Google
Ein Datenleck sorgte dafür, dass die Daten von mehr als 500.000 Nutzern offenlagen. Deshalb wird Google+ eingestellt. Den Fans gefällt das gar nicht.

Der Google-Mutterkonzern Alphabet hatte am Dienstag in einem Statement verkündet, dass Google+ für Privatkunden abgedreht werde. Ein Datenleck hat der Plattform ihre Existenz gekostet. Fans wollen es trotzdem nicht aufgeben.

"Ich habe so viele Freunde auf Google+ und möchte sie wirklich nicht verlieren. Ich habe den Großteil meiner Zeit auf Google+ verbracht und weiß nicht, was ich ohne machen würde“, ist in der Onlinepetition auf Change.org zu lesen. Bereits 11.147 treue Fans wollen das soziale Netzwerk nicht aufgeben und haben sich bislang eingetragen. Das Ziel liegt bei 15.000 Unterstützern, was wohl auch erreicht wird. Ob das irgendetwas ändern wird, ist fraglich.

Google+ fällt Verschwiegenheit zum Opfer

Das Aus für Google+ soll Teil eines Maßnahmenpakets sein, das strengere Datenschutzrichtlinien für Google-Nutzer vorsieht. Google+ wurde 2011 als Facebook-Konkurrent ins Leben gerufen, konnte sich aber nie durchsetzen. Das Datenleck, das Google verschwiegen hat, erlaubte es Entwicklern anderer Unternehmen, zwischen 2015 und März 2018 die privaten Profildaten von Google+-Nutzern über Programmierschnittstellen einzusehen. Die Daten umfassten Namen, E-Mail-Adressen, Geburtsdaten, Geschlecht, Profilbilder, Wohnorte, Beruf und Beziehungsstatus.

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Google ist so allgegenwärtig, dass selbst die Werbeanzeigen des Konzerns eure Gedanken zu lesen scheinen. Ihr könnt euch online allerdings auch davor verstecken.
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Interne Prüfer haben das Problem im Frühjahr gefunden und behoben. Hinweise auf missbräuchliche Zugriffe seien nicht gefunden worden, auch wenn solche Vorfälle nicht ausgeschlossen werden können, heißt es in einem internen Dokument, das dem Wall Street Journal vorliegt.

Daraus geht auch hervor, dass Googles Rechtsabteilung die Unternehmensführung davor warnte, den Zwischenfall öffentlich zu machen. Es bestünde die Gefahr, dass eine Veröffentlichung "sofort die Aufmerksamkeit der Regulatoren weckt". Auch Google-CEO Sundar Pichai wurde über die Entscheidung einer internen Kommission, den Vorfall zu verschweigen, informiert.

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