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Handy-Display kaputt? Mit diesem Trick wird die Reparatur erst einmal unnötig

Geht dein Handy-Display kaputt, ist das kein Weltuntergang. Eine Reparatur kannst du nämlich verhindern.
Geht dein Handy-Display kaputt, ist das kein Weltuntergang. Eine Reparatur kannst du nämlich verhindern.
Foto: imago/photothek
Nur weil dein Smartphone-Bildschirm beschädigt wurde, heißt das nicht, dass du gleich auf eine kostspielige Reparatur angewiesen bist. Es gibt eine Methode, die dir erst einmal so aus der Klemme hilft.

Es ist wirklich ärgerlich: Das Smartphone fällt einmal ungünstig runter und schon ist das Handy-Display kaputt. Viel schlimmer noch, es reagiert auch nicht mehr auf Berührung. Bevor du viel Geld für eine Reparatur ausgibst, nutz den folgenden Trick, um das Gerät weiterhin zu bedienen oder zumindest deine Daten zu sichern.

Handy-Display kaputt: Ein wenig Hardware hilft

Es ist nicht viel nötig, um dein kaputtes Handy-Display zu umgehen. Tatsächlich brauchst du für Android-Geräte nur ein bestimmtes Kabel und eine Computermaus, du kannst es nämlich wie einen PC bedienen.

Die Technologie dahinter nennt sich USB On-the-Go (OTG). Da sie von diversen Android-Smartphones seit Android 3.1 unterstützt wird, ist die Chance sehr hoch, dass dein Handy dies auch tut. Willst du sicher gehen, schau dich auf den Support-Webseiten deines Herstellers um.

Je nach USB-Anschluss an deinem Smartphone, kannst du ein entsprechendes OTG-Kabel für wenig Geld erstehen. Zumindest wird es deutlich billiger sein als die Reparatur des kaputten Handy-Displays.

So nutzt du das Smartphone wie einen PC:

  • Lade dein Smartphone auf und verbinde es mit dem OTG-Kabel.
  • Schließ nun die PC-Maus an das andere Ende an.
  • Auf dem Display sollte nun ein Cursor erscheinen, mit dem sich dein Handy bedienen lässt. Selbst die Display-Tastatur ist provisorisch nutzbar.

Da dein Handy-Display kaputt ist, lohnt es sich langfristig, deine Smartphone-Daten zu sichern, zum Beispiel auf einen USB-Stick. Gut also, dass du dein Gerät via OTG-Kabel auch mit einem USB-Hub mit mehreren Anschlussmöglichkeiten verbinden kannst.

Hast du etwas mehr Glück und dein Touchpad funktioniert noch so rudimentär, dass sich der Kopplungsdialog bedienen lässt, kannst du selbst einen Bluetooth-Adapter anschließen.

Das tun iPhone-Besitzer, wenn das Handy-Display kaputt ist

Apple-Nutzer, deren iPhone-Display nicht reagiert, können leider nicht in diesem Maße von OTG profitieren. Zwar gibt es entsprechende Kabel, diese dienen allerdings nur zur Übertragung verschiedener Inhalte vom iPhone zum Mac oder PC. Das iPhone wird in diesem Fall lediglich zu einer Art Laufwerk umfunktioniert, von dem etwas gelesen werden kann. iPhone-Usern bleibt damit am Ende wirklich nur die Reparatur oder ein Neugerät.

Handy-Display kaputt: Selbst reparieren als Option?

Bist du wagemutig, reparierst du dein kaputtes Handy-Display einfach selbst. Dafür gibt es diverse Reparatur-Kits, zum Teil ab 30 Euro, die schon alles beinhalten, was du benötigst.

In der Regel verläuft ein DIY-Displaywechsel folgendermaßen:

  • Schalt dein Smartphone aus.
  • Lös die entsprechenden Schrauben mit dem passenden Werkzeug.
  • Sortier die einzelnen Teile am besten schon beim Auseinandernehmen, so dass du sie später in der richtigen Reihenfolge wieder zusammen bekommst.
  • Ist dein Display gesprungen, fixier es mit Klebeband, um das Ablösen von Splittern zu verhindern.
  • Mit einem Saugnapf oder ähnlichen Hilfsmitteln hebst du das Display vorsichtig aus dem Gehäuse.
  • Achte dabei darauf, keine Steckverbindungen zu beschädigen.
  • Lös sie stattdessen vorsichtig und reinige das Innere deines Handys mit einem anti-statischen Tuch.
  • Danach schließt du das Ersatzdisplay neu an, legst es ins Gehäuse und verschraubst alles.

Ein Ratschlag: Um alles ordentlich durchzuführen, solltest du dir wenigstens eine Stunde Zeit nehmen. Auch behutsames Vorgehen, um möglichst keinen Schaden zu verursachen, ist überaus wichtig, wenn du dein kaputtes Handy-Display selbst reparieren willst.

Handy-Display kaputt: Wie kann ich meine Daten retten?

Ist dein Handy nun doch so beschädigt, dass eine Reparatur der letzte Ausweg ist, machst du dir sicherlich auch Sorgen um deine Daten. Hast du diese nicht vorher schon regelmäßig durch ein Backup gesichert, wird es nämlich etwas komplizierter. Es gibt immerhin drei Methoden, um deine Handy-Daten zu retten.

Fazit: Ein kurzfristiger, aber nützlicher Reparatur-Ersatz

Sollte dein Handy-Display kaputt gehen, musst du nicht gleich verzweifelt ins Portemonnaie starren. Zumindest Android-Geräte lassen sich per OTG-Kabel weiterhin bedienen, eben nur per Maus. Für iPhone-Besitzer bleibt dagegen eine Reparatur die einzige Möglichkeit, das Smartphone wieder nutzen zu können.

Auch in Sachen Batterie-Austausch sind Besitzer von Samsungs Android-Geräten besser beraten als iPhone-User. Wir verraten dir nämlich wie du den Akku der Galaxy S-Reihe selbst austauschen kannst

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