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Vorsicht Kostenfalle: Mit Chrome 71 will Google dich schützen

Mit Chrome 71 schützt Google euch noch besser vor irreführender Werbung.
Mit Chrome 71 schützt Google euch noch besser vor irreführender Werbung.
Foto: imago/CTK Photo
Scam und Kostenfallen machen das Internet zu einem teils unsicheren Raum. Google will seinen Chrome-AdBlocker nun weiter verschärfen, um dich zu schützen

Bereits vergangenes Jahr hat Google auf Nutzerberichte von betrügerischen Seiten und Inhalten reagiert. Mit einer ganzen Reihe Sicherheitsmaßnahmen will der Konzern so die User seines Chrome-Browsers vor Schadware, Datendieben und Kreditbetrügern schützen. Beim Blockieren von Pop-ups und ähnlichem setzt Google den Fokus auf Nutzererfahrungen.

Google engagiert sich gegen Betrug

Mittels eines browsereigenen Ad-Blockers verhindert Google Pop-ups und ähnliche Werbemethoden, die das Erlebnis der User im Netz negativ beeinträchtigen oder ihnen sogar direkt schaden. Das gilt allerdings nicht für alle Seiten. So konzentriert sich der Konzern vorrangig auf ebendiese, zu denen sie bereits Beschwerden gesammelt oder selbst betrügerische Machenschaften aufgedeckt haben.

In einem eigenen Chromium-Blogpost erklärte Google nun, diese Vorgehensweise sei zwar ein Anfang, gehe allerdings noch nicht weit genug. So werde mehr als die Hälfte der bereits bekannten Missbrauchserfahrungen mit Hilfe der derzeit verwendeten Mittel noch immer nicht verhindert. Nahezu alle dieser Erfahrungen beinhalten entweder irreführende oder schädliche Werbung.

Frist für Website-Betreiber

Skimmer und Phischer nutzen falsche Buttons zum Schließen der Pop-ups oder geben diese als Systemwarnungen aus. Auf diese Weise schleusen sie schadhafte Software in die Systeme der Nutzer ein oder führen Codes aus, um an persönliche Informationen zu gelangen. Am Sonntag hat das Suchmaschinenunternehmen angekündigt, man wolle härter durchgreifen.

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So sollen mehrfach als missbräuchlich gemeldete Seiten ab Dezember diesen Jahres überhaupt keine Werbung mehr ausspielen können. In Chrome 71 sollen die Besitzer von Websites demnach den "Abusive Experiences Report" nutzen können, um Berichte über irreführende Inhalte ihrer Seiten einzusehen und diese gegebenenfalls in Folge einer Prüfung durch Google korrigieren oder entfernen lassen.

Bevor Google sämtliche Werbeanzeigen einer Seite entfernt, räumt der Konzern dem Besitzer 30 Tage ein, um entsprechende Mängel zu beheben. Damit schafft Chrome einen neuen Sicherheitsstandard, den man dort bislang noch nicht zu den Browser-Erfahrungen zählen konnte.

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