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Rästel um Flug MH370: Hat dieser Fischer den Absturz beobachtet?

Wo ist Flug Mh370: Ein dänischer Forscher hat sich auf die Suche begeben und womöglich neue Erkenntnisse gesammelt.
Wo ist Flug Mh370: Ein dänischer Forscher hat sich auf die Suche begeben und womöglich neue Erkenntnisse gesammelt.
Foto: MANAN VATSYAYANA/AFP/Getty Images
Der verschollene Malaysian Airlines-Flug bleibt ein Mysterium. Ein Fischer will nun genau wissen, wo das Wrack des Flugzeugs liegt, weil er den Absturz angeblich beobachtet hat.

Fünf Jahre ist es her, dass Flug MH370 mit 239 Personen an Bord und 30 Minuten nach dem Start aus dem Fokus aller Ortungsgeräte verschwand. Seither ist der Verbleib des Flugzeugs völlig offen. Immer wieder gibt es allerdings Gerüchte rund um den angeblichen Absturzort. Gegenwärtig behauptet ein Fischer, die genaue Stelle zu kennen.

Liegt Flug MH370 hier im Ozean?

Rusli Kusmin erklärte, er und drei andere Personen wären am 8. März 2014 auf dem Ozean fischen gewesen als Flug MH370 vom Himmel fiel. Der Flieger soll in die Meerenge von Malacca gestürzt sein, die den Pazifischen und den Indischen Ozean miteinander verbinden.

Während einer Pressekonferenz berichtete Kusmin, dass Flug MH370 etwa zwei Kilometer von seinem Boot entfernt gecrasht sein soll. Zum Zeitpunkt, als die Männer die Stelle im Ozean erreichten, sei das Flugzeug aber bereits vollständig gesunken gewesen.

Es gab keine Trümmer oder Leichen

Weiter sagte er: "Der Flieger kam aus dem Norden und bewegte sich in Richtung Süden. Es gab weder eine Explosion noch laute Maschinengeräusche." Man suchte noch zwei Tage nach Flug MH370, es hätte jedoch keine Anzeichen von Trümmern oder Leichen gegeben.

Auch Forscher suchen weiter nach Flug MH370

Erst kürzlich verkündete ein Forscher, dass er mehr über den Verbleib des Fluges in Erfahrung bringen können. Dazu wollte er eine komplexe Datenanalyse einsetzen.

Eine Analyse auf der Grundlage von Satellitendaten half Martin Kristensen, Ingenieur an der dänischen Aarhus University, dabei, die Umgebung der Weihnachtsinsel im Indischen Ozean als Fundort zu erwägen. Das ist zumindest möglich, wenn man die Flugroute erfasst, die MH370 verfolgte, als der Radar ihn noch orten konnte.

Route soll mehr verraten, als bisher gedacht

So berichtet Technology Review, dass das Flugzeug zunächst seiner geplanten Route nordöstlich Richtung Vietnam gefolgt war. Schließlich wich es aber nach einem letzten Sprachkontakt mit der Bodenkontrolle vom Kurs ab, drehte nach Westen ab und flog über Malaysia die Strecke zurück. Das ist bekannt, da es zwischenzeitlich von einem Militärradar erfasst worden war.

Danach blieb der einzige Kontakt zur Maschine ein Gerät, das mit sogenannten digitalen Handshakes Statusabfragen automatisch an die Bodenkontrolle abgibt. Die Übertragung erfolgte über den geostationären Kommunikationssatelliten Inmarsat 3F1. An dieser Stelle kommt Kristensens Analyse ins Spiel.

Sie basiert auf einem mathematischen Modell, das das Verhältnis von Fluggeschwindigkeit und Satellit beschreibt. Vier mögliche Standorte ergaben sich für das Flugzeug daraus. Einer davon wurde bislang nicht in Betracht gezogen.

Ist die Weihnachtsinsel der wahre Absturzort?

Demnach könnte die Maschine nahe der Weihnachtsinsel im Meer liegen, in einem Gebiet von 140 Kilometern Länge und 30 Kilometern Breite. Die Wahrscheinlichkeit, sie dort zu finden, soll Kristensen zufolge sogar bei 90 Prozent liegen.

Ob diese Resultate den beteiligten Regierungen ausreichen, um die Suche nach Flug MH370 fortzusetzen, ist noch ungewiss.

Flug MH370: Was war passiert?

Der Passagierflug mit der Nummer MH370 von Malaysian Airlines war im März 2014 von Kuala Lumpur nach Peking unterwegs gewesen. Kurz nach seinem Start war er plötzlich von der Bildfläche verschwunden. Bis heute ist nicht sicher, was mit ihm und seinen Insassen passiert ist. Selbst die teuerste Suchaktion in der Fluggeschichte konnte ihn nicht aufspüren. Ende Juli 2018 schließlich gab die malaysische Regierung die Suche auf.

Verschiedene Theorien über den Verbleib des Flugzeugs sind seither im Umlauf. Eine skurrile Verschwörungstheorie bringt den Absturz der MH370 gar mit Aliens in Zusammenhang. Mit dem verschollenen Flugzeug soll allerdings das nichts zu tun haben, was Malaysian Airlines plant: Seine Flugzeuge per Satellit zu verfolgen.

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