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Extrem gefährlich: Die heftigsten Explosionen von E-Zigaretten

Für mehrere E-Zigaretten-Raucher endete ihr Konsum mit dem Tod.
Für mehrere E-Zigaretten-Raucher endete ihr Konsum mit dem Tod.
Foto: imago/Steffen Schellhorn
Auch E-Zigaretten bedrohen die Gesundheit, so viel ist klar. Wie gefährlich sie wirklich sind, zeigen diese Unfälle mit explodierenden elektronischen Glimmstängeln.

E-Zigaretten sind an sich schon nicht die beste Alternative zum normalen Rauchen. Schließlich haben diverse Studien gezeigt, welche Gefahren sie bergen. Einmal abgesehen davon, dass auch sie die Atemwege verengen, den Mund- und Rachenraum reizen und Suchtpotenzial haben, können sie auch explodieren und ihre Konsumenten ernsthaft verletzen oder sogar töten. Wir zeigen die gefährlichsten Unfälle mit explodierenden E-Zigaretten.

Explosionen von E-Zigaretten verursachen schlimme Unfälle

Elektronische Zigaretten liegen zwar im Trend, denn sie versprechen die Entwöhnung vom Nikotin und "gesünderes" Rauchen, wenn man davon überhaupt sprechen kann. Jedenfalls ist ihr Umsatz in den vergangenen Jahren explodiert. Explodieren ist aber auch das Wort, das die größte Gefahr beschreibt, die von ihnen ausgeht.

Explodierende E-Zigarette erneut Todesursache

Am 29. Januar 2019 ist – wieder einmal – ein Mensch an den Folgen, die eine explodierte E-Zigarette verursacht hat, gestorben. Nach einem Bericht von Tonight war sein Vape Pen in die Luft geflogen, Splitter hätten seine Halsschlagader durchtrennt und seien in seinen Schädel eingedrungen. Daran verstarb er zwei Tage später im Krankenhaus.

Das ist kein Einzelfall mehr, denn explodierende E-Zigaretten sind eine wachsende Gefahr. Die gefährlichsten Unfälle stellen wir hier vor.

Erster Tod durch E-Zigarette

Im Mai 2018 war der erste Tod durch eine explodierende E-Zigarette verzeichnet worden. Auch bei diesem Unfall war eine Kopfverletzung die Todesursache: Der betroffene Mann hatte eine "Projektilwunde am Kopf", wie die Ermittler später bestätigten. Der Hersteller wiederum machte die Batterie verantwortlich.

Schwere Verbrennungen durch Reservebatterien

Ein weiterer, allerdings nicht tödlicher Unfall mit E-Zigaretten ereignete sich ebenfalls im Mai vergangenen Jahres in Wien. heute.at zufolge erlitt ein Mann schwere Verbrennungen, weil die Reservebatterien für seinen elektrischen Glimmstängel in seiner Hosentasche explodiert waren.

Dampfen im Flugzeug empfiehlt sich nicht

Im Flugzeug darf man schon lange nicht mehr rauchen. Schon gar nicht als Pilot. Deshalb ist unbegreiflich, was sich ein Ko-Pilot von Air China im Juli 2018 dachte: Als er eine E-Zigarette rauchte, sackte sein Flugzeug Tausende Meter ab. Ein nicht nur für ihn, sondern auch für seine 153 Passagiere und die neun Crewmitglieder fatales, ungewolltes Manöver.

Hodenverletzung durch E-Zigarettenexplosion

Ein Engländer musste im November 2018 feststellen, was passieren kann, wenn eine E-Zigarette in der Hosentasche verweilt. Dem Liverpool Echo sagte er, dass er dabei war, sein Haus zu renovieren, als er plötzliche Schmerzen im Bein verspürte. Seine E-Zigarette, die er in der Hosentasche trug, war explodiert. Seine Hose fing sofort Feuer, er erlitt Verbrennung am Bein und am Hoden. Außerdem trat Säure aus dem geplatzten Verdampfer, die eine Hauttransplantation erzwang.

Zahnverlust wegen Explosion im Mund

Wie die waz berichtete, erlitt bereits im Januar 2016 ein Kölner einen Schock, als eine E-Zigarette direkt in seinem Mund explodierte. Der Fall hat auch Konsequenzen für den Verkäufer, der sich nun vor Gericht wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion verantworten muss, der Vorwurf: falsche Montage. Das Opfer verlor drei Zähne, fünf weitere brachen ab. Auch sein Gaumen, seine Lippe und seine Zunge wurden in Mitleidenschaft gezogen. Eine Notoperation war nötig.

Dauerthema: Gefahr von E-Zigaretten

Weil Konsum und Umsatz von E-Zigaretten immer mehr zunehmen, sind die Rauchwerke auch zunehmender Kritik ausgesetzt. So sollen E-Zigaretten das Krebsrisiko erhöhen. Die Studie dazu wurde allerdings nur an Mäusen durchgeführt. Tumore können sich zudem nicht innerhalb des Testzeitraums von nur zwölf Wochen bilden, meinen Experten. Immerhin ergab das Urin von 5.000 Probanden eine geringere Schadstoffbelastung durch E-Zigaretten als durch normales Rauchen.

Der kontroversen Debatte um die tatsächliche gesundheitliche Gefahr von elektrischen Zigaretten ist also noch lange kein Ende gesetzt. Allerdings ist mittlerweile mehr als klar, welche unheilvollen Auswirkungen sie haben, wenn sie explodieren.

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