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Amazon schenkt dir jetzt Handys – wenn auch ungewollt

Amazon schickt dir etwas, das du gar nicht bestellt hast? Du darfst es behalten.
Amazon schickt dir etwas, das du gar nicht bestellt hast? Du darfst es behalten.
Foto: imago/Westend61
Amazon-Kunden in Deutschland erhalten gegenwärtig ungefragt seltsame Pakete. Das Gute daran: Egal, was drin ist – du darfst es behalten.

In Deutschland berichten mehrere Amazon-Kunden, dass ihnen von Marketplace-Händlern, also Drittanbietern, die über Amazons Plattform verkaufen, ungefragt Waren zugesandt wurden. Viele Empfänger derartiger Lieferungen sind verwirrt, weil sie nicht wissen, wie sie mit den unerwarteten Paketen umgehen sollen.

Nicht bestelltes Amazon-Paket inklusive Handy? Behalt es einfach

Das Gute an der seltsamen Aktion: Erhältst du ein solches ungefragtes Amazon-Paket, musst du nicht reagieren, du darfst die Produkte darin stattdessen einfach behalten, wie Golem berichtet. Es handelt sich nämlich um ungebetene Geschenke. Warum die Händler die Waren ungefragt verschenken, ist allerdings unklar.

Nie wieder für Amazon-Produkte zahlen

Nichts, was es nicht gibt auf Amazon. Aber was, wenn du dafür nicht einmal mehr bezahlen müsstest? Tatsächlich gibt es einen Weg, Amazon-Artikel völlig kostenfrei abzustauben. Wir zeigen dir wie.
Nie wieder für Amazon-Produkte zahlen

Wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen berichtete, kannst du dabei auch besonderes Glück haben. Denn es kam auch vermehrt zu Beschwerden über nicht bestellte Warenlieferungen wie Smartphones. So erhielt ein Mann aus Düsseldorf eine Handy-Lieferung, immerhin im Wert von 200 Euro. Was bisher allerdings immer fehlte, sind Bestellschein, Lieferschein und Rechnung der versandten Amazon-Artikel.

Darüber hinaus wurden anscheinend in vielen Fällen auch diese Dinge verschickt:

  • Handy-Hüllen
  • iPhone-Kabel
  • Mausefallen
  • Sexspielzeug
  • Ferngläser
  • Überwachungskameras
  • Schweizer Taschenmesse
  • Ohr-Thermometer

Wichtig für dich ist, dass Verbraucherschützer bestätigen, dass du die Waren ohne Bedenken wegschmeißen, behalten oder weitergeben darfst. Kosten entstehen nicht und auch eine Meldung beim Absender ist nicht notwendig. Ohne Rechnung und Lieferschein wäre dies ohnehin eine schwierige Angelegenheit.

Auch Amazon weiß nichts Genaues

Amazon selbst spricht von "betrügerischen Methoden" und Verstößen gegen die Nutzungsbedingungen. Man habe keine Kundendaten wie Namen oder Adressen an die Marketplace-Händler weitergegeben, es handle sich um Einzelfälle. Wer ungefragt Waren verschicke, riskiere Sperren, rechtliche Konsequenzen und Zahlungsrückhaltungen. Das Unternehmen würde aber jedem Hinweis von Kunden nachgehen, die ein solches Paket ohne Aufforderung erhalten haben.

Spiegel Online zufolge befänden sich unter den Betroffenen zumindest häufig Personen, die eine eigene Website betreiben. Das läge nahe, dass die Paket-Absender ihre Opfer über deren Impressum ausfindig machten.

Verschenken statt vernichten?

Eine Begründung für die Geschenke kann Amazon bis dato nicht liefern. Möglich wäre, so Golem, dass das Vorgehen für Händler aus Asien eine Möglichkeit darstellt, ihr Verkaufsranking und die Zahl der Rezensionen aufzubessern. Eine andere Erklärung wäre, dass es sich um Produkte handelt, die sonst teuer vernichtet werden müssten.

Tatsächlich vernichtet Amazon zurückgeschickte Produkte, anstatt sie zu recyclen. Willst du nicht auf solche Pakete warten, sondern auf anderem Wege an kostenlose Produkte kommen, werde einfach Amazon-Produkttester. Falls du übrigens etwas online bestellt und es nie bekommen hast: Mach dein Amazon-Paket ausfindig.

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