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Tödlicher Tesla-Unfall: Zeugen konnten die Tür nicht öffnen

Der jüngste Unfall mit einem Tesla Model S (Bild) führte wegen defekter Türen zum Tod des Fahrers.
Der jüngste Unfall mit einem Tesla Model S (Bild) führte wegen defekter Türen zum Tod des Fahrers.
Foto: imago/ITAR-TASS
Erneut hat ein Unfall mit einem Tesla-Auto ein Todesopfer gefordert. Der Fahrer des Wagens konnte dem Fahrzeug einer Zeugin zufolge wegen defekter Hardware nicht mehr entkommen.

Zu einem tragischen Unfall mit einem Tesla-Elektroauto kam es am Sonntag in Davie im US-Bundesstaat Florida. Ein Fahrer eines Model S war laut Zeugen mit stark überhöhter Geschwindigkeit unterwegs und verlor dabei die Kontrolle über den Wagen. Das Auto kam daraufhin von der Straße ab und krachte schließlich in einen Baum, woraufhin es in Flammen aufging.

Tesla-Unfall endet tödlich wegen kaputter Türen

Eine Passantin berichtete via Twitter, dass sie gemeinsam mit ihrem Ehemann noch versuchte, das Opfer aus dem brennenden Auto zu retten. Dabei stellten sie aber fest, dass die Türgriffe nicht funktionierten. Laut einem Bericht bei Electrek empfiehlt Tesla in so einem Fall, die Scheiben einzuschlagen. Genau das versuchten die Zeugen auch, es gelang jedoch nicht. Ein weiteres Problem stellten die Airbags dar, weil sie die Luft nicht abließen, wodurch der Fahrer im Inneren gefangen blieb. Das berichtet der Miami Herald.

Tesla beruft sich auf generelle Brandgefahr bei Autos

Tesla veröffentlichte eine Stellungnahme zu dem Unfall und erklärte, dass man „tief betroffen sei“. Man wolle mit den Behörden zur Klärung zusammenarbeiten. Gleichzeitig weist das Unternehmen aber auch darauf hin, dass Brände bei Unfällen mit hohen Geschwindigkeiten grundsätzlich „bei jedem Autotyp“ ein Problem sind. Obwohl Akkus grundsätzlich eine Feuergefahr darstellen, gibt es keine Statistiken, die belegen, dass Elektroautos öfter in Brand geraten als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.

Das Unternehmen steht immer wieder in der Kritik wegen verhängnisvoller Unfälle. Erst kürzlich wurde Tesla wegen Fahrlässigkeit verklagt. Ein Teenager war wegen des fehlenden Geschwindigkeitsreglers ums Leben gekommen. Auch der Tesla-Autopilot wird öfter für Unfälle verantwortlich gemacht.

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