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Angriff auf Google: Mann droht wegen Schließung seines YouTube-Channels

Angriff auf Google: Ein Mann droht dem Techkonzern, nachdem sein YouTube-Kanal abgeschaltet wurde.
Angriff auf Google: Ein Mann droht dem Techkonzern, nachdem sein YouTube-Kanal abgeschaltet wurde.
Foto: imago/ZUMA Press
Das Headquarter von Google in Kalifornien wurde am Sonntag, den 10. März 2019, von einem Mann bedroht. Nachdem sein YouTube-Account abgeschaltet wurde, reiste er für die Konfrontation quer durch das Land.

Am Wochenende wurde der Hauptsitz von Google in Mountain View, Kalifornien, von einem 33-Jährigem bedroht. Kyle Long ging auf die Barrikaden, da Google zuvor seinen YouTube-Channel abgeschaltet hatte. Der Mann reiste von Waterville, Maine, über 5.000 Kilometer nach Mountain View, Kalifornien, um dem Tech-Konzern dort die Hölle heißzumachen.

33-Jähriger droht Google und wird festgenommen

Am Sonntag wurde Kyle Long von der örtlichen Polizei festgenommen. Laut Angaben der Beamten in Mountain View, war der Angreifer verärgert darüber, dass die Abschaffung seines YouTube-Accounts hohe Kosten für ihn verursacht hätte.

Zunächst wurden die Polizeibeamten wohl von Kollegen aus Iowa auf den Unruhestifter aufmerksam gemacht. Er war zuvor in einen Autounfall verwickelt gewesen und hatte kurze Zeit danach in der Toilette einer nahegelegenen Tankstelle randaliert. Da die Mitarbeiter der Tankstelle es ablehnten, den aufgebrachten Mann anzuzeigen, war eine Festnahme durch die Polizei bis dato noch nicht möglich.

Video: KBCW TV, San Francisco: Mann verhaftet nach Drohung gegenüber Google.

Mutmaßlicher Angreifer hatte drei Baseballschläger bei sich

Erwischen konnte die Polizei in Mountain View ihn erst, als die Kollegen aus Waterville – der Heimatstadt des Täters – sie darüber informierte, dass der Mann physische Gewalt angedroht hatte, wenn sein Treffen mit Google nicht in seinem Interesse ablaufen würde. Long wurde daraufhin von der Polizei in Mountain View ohne Zwischenfälle festgenommen. Er schaffte es nicht bis zu Google, da die Polizei alle Autobahnen und die Gegend um den Googleplex kontrollieren und überwachen ließ. In seinem Auto wurden drei Baseballschläger und ein Telefon mit der Routenplanung nach Mountain View gefunden.

Erst letztes Jahr wurde YouTube angegriffen

Auch die Polizei im der nahegelegenen Stadt San Bruno, Hauptsitzt des zu Google gehörendem Video-Streaming-Dienstes YouTube, wurde informiert. Die Bedrohung des jungen Mannes wurde wohl so ernst genommen, da erst im April vergangenen Jahres Angestellte von YouTube angeschossen und dabei zwei Mitarbeiter ernsthaft verletzt wurden. Die mutmaßliche Täterin nahm sich danach selbst das Leben.

Long sitzt nun im Gefängnis. Die Kaution zur Freilassung beläuft sich auf 25.000 Dollar. "Wir schätzen den starken Einsatz der Polizei im ganzen Land sehr, um alles dafür zu tun, dass dieser Mann niemandem Schaden zufügen konnte", kommentierte der Polizeichef von Mountain View Max Bosel die erfolgreich verlaufene Festnahme. Gegenüber CNET äußerten sich weder Google noch der Täter zum Vorfall.

Cyber-Angriffe sind nicht nur Drohungen, sondern Realität. Das solltet ihr beachten. Die potentielle US-Präsidentschaftskandidatin Elizabeth Warren geht auch auf Angriff: Sie legt einen Plan vor, der Technologie-Konzernen wie Amazon, Google und Facebook zerschlagen könnte.

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