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Das ist laut Facebooks Sex-Richtlinien auf der Plattform verboten

Diese Sex-Richtlinien auf Facebook sind erstaunlich. Hier erfährst du warum.
Diese Sex-Richtlinien auf Facebook sind erstaunlich. Hier erfährst du warum.
Foto: imago/Westend61
Die Sex-Richtlinien von Facebook sind ziemlich konkret. Und wir meinen damit wirklich ziemlich konkret. Du wirst überrascht sein, welche Begriffe das soziale Netzwerk auf seiner schwarzen Liste hat.

Ein genauerer Blick in die Schmuddelecke von Facebook lässt einen zunächst schmunzeln und zuletzt den Kopf schütteln. Betrachtet man die sogenannten "Gemeinschaftsstandards" von Facebook etwas genauer, überrascht das soziale Netzwerk einmal mehr mit seinen Sex-Richtlinien, einer sehr detaillierten Definition von Nacktheit und anderen wirklich erstaunlich obszönen Begriffe.

Sex-Richtlinien von Facebook sind erstaunlich bis absurd

Es ist bekannt, dass Facebook bestimmte Inhalte blockiert. Unter der Rubrik "Gemeinschaftsstandards" können Nutzer nachlesen, welche Begriffe und Inhalte auf dem sozialen Netzwerk genau verboten sind.

"Wir wissen, wie wichtig es ist, dass Facebook ein Ort ist und bleibt, an dem die Menschen sicher und unbesorgt miteinander kommunizieren können. Deshalb nehmen wir unsere Aufgabe sehr ernst, unseren Dienst vor jeglicher Art von Missbrauch zu schützen", so das soziale Netzwerk in der Einleitung. Deswegen habe man Gemeinschaftsstandards formuliert, die festlegen, was auf Facebook erlaubt ist und was nicht. Klingt erstmal ganz verständlich.

Auch Körperteile von Politikern werden thematisiert

Bei genauer Betrachtung des Bereichs "Anstößige Inhalte: Nacktheit und sexuelle Handlungen von Erwachsenen" überrascht es dennoch, wie konkret das soziale Netzwerk in seiner Aussortierung wird. Zunächst hatte ein Twitter-Nutzer auf die teilweise sehr detailreichen Verbote zu Sex und Nacktheit hingewiesen. Facebook untersage es speziell "das Arschloch einen Politikers zu photoshoppen."

Auch wenn er das wohl falsch verstanden hat, weil das soziale Netzwerk nämlich konkret "sichtbare After und/oder Nahaufnahmen eines vollständig nackten Gesäßes" verbietet "es sei denn, es handelt sich um ein mit Photoshop bearbeitetes Foto einer Person des öffentlichen Lebens." Facebook erlaubt es also sogar mit Photoshop bearbeite Aufnahmen eines "nackten Gesäßes" von öffentlichen Personen zu teilen.

"Nackte Gesäße" von öffentlichen Personen dürfen unter Umständen gezeigt werden. Aha.

Wir wollen nicht zu tief ins Detail geben, aber es ist schon überraschend, wie konkret das Netzwerk in seinen "Gemeinschaftsstandards" wird. Natürlich sind wir uns bewusst, dass sie nötig sind, aber dass sie in den offiziellen Kommunikationssrichtlinien so konkret werden, hätten wir nicht erwartet.

The Next Web hat mit einem Online-Tool untersucht, wie oft bestimmte Begriffe in den Sex-Richtlinien auftauchen. Die Untersuchung bezog sich auf die englische Seite, jedoch gehen wir davon aus, dass die Unterschiede zu der deutschen Übersetzung nicht maßgeblich sind. "Sexuell" ist mit knapp fünf Prozent Spitzenreiter, gefolgt von "Inhalt" und "Aktivität". Wörter wie "Anus" oder "Genitalien" sind tatsächlich auf Platz vier und fünf.

Männliche Brustwarzen sind okay. Weibliche nicht.

Die "Stimulierung nackter Brustwarzen von Menschen" ist verboten. Wenn du also ein T-Shirt trägst, bist du völlig frei in deinen Handlungen. Generell dürfen weibliche Burstwarzen nicht gezeigt werden "außer im Kontext des Stillens, einer Entbindung und der Momente danach, gesundheitsbezogener Situationen (z. B. nach einer Brustamputation, zur Sensibilisierung für Brustkrebs oder bei einer Geschlechtsumwandlung) oder einer Protestaktion." Männer dürfen ihre Brust im Gegensatz dazu sehr wohl auf Facebook veröffentlichen.

Es sind auch noch viele, viele Körperflüssigkeiten aufgelistet, die wir hier nicht alle nennen müssen. Bei Interesse solltest du dir einfach einmal, die Sex-Richtlinien von Facebook durchlesen. Es wird dich überraschen, was und vor allem, wie genau alles definiert wurde.

Wusstest du, dass Facebook jetzt generell auf Datenschutz macht und sich gegen Impfgegner stellt sowie die Verbreitung von Fake News? Eine Studie des Frauenmagazins Marie Claire hat übrigens herausgefunden, dass Frauen auch Pornos mögen, weswegen Porhub seine Kategorien um "Porn for Women" erweitert.

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