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Rechnen ohne Ende: Google-Mitarbeiterin knackt den Pi-Rekord

Emma Haruka Iwao, seit drei Jahren als Cloud-Entwicklerin bei Google tätig, hat nun den Weltrekord für die meisten Pi-Nachkommastellen gebrochen.
Emma Haruka Iwao, seit drei Jahren als Cloud-Entwicklerin bei Google tätig, hat nun den Weltrekord für die meisten Pi-Nachkommastellen gebrochen.
Foto: Google
3,141 – diese ersten Pi-Zahlen sind vielleicht bei einigen noch aus dem Mathe-Unterricht hängengeblieben. Einer Google-Mitarbeiterin reichte das offenbar nicht aus. Also begann sie zu rechnen.

Emma Haruka Iwao, seit drei Jahren Mitarbeiterin des Internetkonzerns Google, scheint eine besondere Affinität zur Kreiszahl Pi zu haben. Nur einige wenige Nachkommastellen der Zahl zu kennen, reichte ihr nicht aus. Sie berechnete Billionen – und brach damit den Rekord.

Google veröffentlicht Ergebnisse am "Pi-Tag"

Sie nutzte die vorhandene Google Cloud-Technik, um die schier unglaubliche Anzahl von 31 Billionen Nachkommastellen für Pi zu berechnen - und bricht damit den Weltrekord für die Berechnung der Kreiszahl. Berechnet wird Pi, indem man den Kreisumfang durch den Kreisdurchmesser teilt.

Mit ihrer Kalkulation übertraf Iwao nun den alten Pi-Rekord um ganze neun Billionen Nachkommastellen. Um den neuen Rekord zu verkünden, wählte Google ein passendes Datum, nämlich den 14. März. In der US-Schreibweise wird aus diesem Datum 3/14, dieser Tag wird deshalb auch als "Pi Day" ("Pi-Tag") bezeichnet.

Beating the record of most-calculated digits of pi

Riesige Datenmengen verarbeitet

Um ihre Berechnungen durchzuführen, musste Iwao riesige Datenmengen verarbeiten lassen. Mit dem Programm "Y-Cruncher" griff sie auf Googles leistungsstarke Cloud-Infrastruktur zurück, um innerhalb eines Zeitraums von vier Monaten mehr als 170 Terabyte Daten zu berechnen. Zum Vergleich: 200.000 Musiktitel benötigen lediglich ein Terabyte Speicherplatz, wie die BBC schreibt.

Im Video oben erklärt dir die Entwicklerin ausführlich, wie sie bei dieser erstaunlichen Berechnung vorgegangen ist. Für Iwao soll übrigens damit noch nicht Schluss sein. "Pi ist unendlich — ich würde gerne noch weitere Nachkommastellen bestimmen", sagte sie gegenüber der BBC. Der nächste Weltrekord dürfte also nur eine Frage der Zeit sein.

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