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Deshalb betreten selbst Sicherheitsexperten am 6. April kein Flugzeug

An diesem einen Tag würden selbst Sicherheitsexperten kein Flugzeug betreten

In den kommenden Wochen erwartet uns ein weltweites Technik-Problem bei der GPS-Navigation, das selbst bei Experten für besondere Vorsicht sorgt.
Di, 19.03.2019, 13.08 Uhr

An diesem einen Tag würden selbst Sicherheitsexperten kein Flugzeug betreten

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In den kommenden Wochen erwartet uns ein weltweites Technik-Problem bei der GPS-Navigation, das selbst bei Experten für besondere Vorsicht sorgt.

Ganze Katastrophenszenarien wurden zum Jahreswechsel 1999/ 2000 darum gesponnen, was passiert, wenn Computer von "99" auf "00" zurückspringen. Weltweit wurde mit massiven Computerausfällen gerechnet. Das die Erde umspannende Navigationssystem GPS könnte sich nun einem ähnlichen Problem gegenübersehen. Der sogenannte "Week Rollover" steht nämlich bevor und macht selbst Sicherheitsexperten nachdenklich, wenn es ums Fliegen an diesem Tag geht.

Weltweiter GPS-Ausfall? Das "Week-Rollover"-Problem

Am 6. April 2019 steht für die Navigation per GPS eine Art Neustart an, denn alle 1.024 Tage wird die Wochenzählung frisch initiiert. Diese Umstellung könnte zumindest für ältere GPS-Systeme und Zeit-Server Probleme bringen.

Dieser "Week-Rollover" wird dazu führen, dass manche Geräte das Datum nicht mehr korrekt berechnen können, anderen Systemen droht heise zufolge unter bestimmten Bedingungen sogar der Totalausfall der Ortsbestimmung. Vor allem GPS-Systeme und Zeit-Server, die bereits von mindestens zehn Jahren in Betrieb genommen wurden und seitdem kein Upgrade der Firmware mehr erhalten haben, seien gefährdet.

Sicherheitsexperten meiden Flugzeuge

Wie gravierend die Auswirkungen sein könnten, zeigt sich darin, dass selbst manch Sicherheitsexperte an diesem speziellen Tag kein Flugzeug betreten würde: "Ich werde nicht fliegen am 6. April", betonte ein solcher auf der Sicherheitskonferenz RSA 2019 in San Francisco.

GPS-Problem basiert auf Datums-Code

Der Grund für das Problem liegt darin, dass das Datum innerhalb des Datensignals für GPS-Satelliten in einer 10-Bit-Variable verschlüsselt ist. Diese kann lediglich 1024 Wochen abbilden, bevor der Zähler wieder auf Null umstellt. Die letzte Umstellung erfolgte am 21. August 1999. Damals gab es keine Flugzeugabstürze, allerdings sind wir heute deutlich stärker auf GPS angewiesen.

"Vor 20 Jahren waren die Verknüpfungen (mit GPS) primitiv. Heute sind sie eingebettet. Jede Auswirkung wird nun also erheblich größer sein", so Bill Malik, Sicherheitsexperte und Vizepräsident von Trend Micro gegenüber Tom's Guide. Er wolle am 6. April ebenfalls das Fliegen vermeiden.

Das kannst du tun

Abgesehen von der Überlegung, ob du wirklich am 6. April fliegen willst, kannst du zumindest deine eigenen GPS-Geräte auf Vordermann bringen. Empfohlen wird es beispielsweise, deren Firmware so schnell wie möglich nach dem Week Rollover zu aktualisieren.

Da das bei deinem Navi im Auto schwieriger sein kann, musst du hier darauf vertrauen, dass der Hersteller alles planmäßig geupdatet hat. Kommt es dennoch zu Fehlern, kannst du in deiner Vertragswerkstatt oder beim Händler nachfragen.

Navigation und GPS haben übrigens mindestens noch ein weiteres Problem: Das Erdmagnetfeld ändert sich gefährlich, so dass Forscher vorzeitig gezwungen waren, das "World Magnetic Model" anzupassen.

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