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Dein Paket kommt: Vodafone will Postboten reinlassen, wenn du nicht zuhause bist

Mit der "Smart door" von Vodafone sollen Zeit, Nerven und Kosten einer Paket-Lieferung gesenkt werden.
Mit der "Smart door" von Vodafone sollen Zeit, Nerven und Kosten einer Paket-Lieferung gesenkt werden.
Foto: Vodafone
Das ist mal wieder typisch: Dein heiß ersehntes Paket wird geliefert, aber du bist nicht zuhause. Um deine Nerven zu schonen und Kosten zu sparen, hat Vodafone die "Smart door" entwickelt. Vertraust du dem Postboten?

Du kennst das: Du erwartest ein Paket, bist aber zu dem angegebenen Lieferzeitpunkt gar nicht zu Hause. Was nun? Vodafone will die Lösung gefunden haben. Die Postboten sollen künftig in deine Wohnung gelassen werden – auch, wenn du nicht da bist. Ein intelligenter Türöffner könnte die "smarte" Paket-Lieferung ermöglichen.

Paket-Lieferung à la Vodafone

"Smart door" heißt der intelligente Türöffner, den Vodafone aktuell zusammen mit dem Start-up Uniberry vermarktet. Er soll eine eigentlich praktische Funktion erfüllen: bei Paket-Lieferungen den Postboten ins Haus oder in die Wohnung des Empfängers lassen, auch wenn dieser nicht zu Hause ist.

Aus einer Pressemitteilung des Telekommunikationsunternehmens geht hervor, dass jeder erfolglose Zustell-Versuch den Empfänger Zeit und Nerven und den Sender auch noch Geld koste. 2,50 Euro pro gescheiterter Zustellung könnten eingespart werden, wenn der Postbote in die Wohnung oder das Haus des Empfängers käme, auch wenn dieser nicht angetroffen wurde. Deshalb habe man im Vodafone-Accelerator-Programm Uplift den "digitalen Concierge" entwickelt.

Wie funktioniert die smarte Paket-Lieferung?

Die "Smart door" ist ein Modul, das an einer Klimaanlage angebracht wird. Es verfügt über einen Barcode und eine Internetverbindung. Über das Internet der Dinge (IoT) sind Zusteller und Empfänger damit verbunden. Steht ein Postbote vor verschlossener Tür, muss er die Sendungsnummer der Paket-Lieferung einscannen. Das Modul liest den Scan aus und überprüft ihn. Wird er von Hermes, DHL und Co. bestätigt, geht die Tür einmalig für den Postboten auf. Anschließend erhält der Empfänger eine Zustellungsbestätigung – fertig.

Der Türöffner würde sich auch dafür eignen, Handwerker oder Gäste in dein Heim zu lassen, wenn du (noch) nicht da bist. Dafür muss der Hausbewohner nur einen temporären digitalen Schlüssel für die betreffenden Personen online erstellen und an sie weiterleiten. Die einzige Voraussetzung sei laut Vodafone ein elektronischer Schließzylinder, der sich bei älteren Türen nachrüsten lässt.

Datenschutz bleibt abzuwarten

Vor allem das ist aber der wesentliche Punkt, der Datenschützern nicht gefallen dürfte. Zwar erleichtert die "Smart door" die Abwicklung von Paket-Lieferungen für Sender, Zusteller und Empfänger erheblich. Wie sicher aber die Funkverbindung wirklich ist, wird sich erst zeigen, wenn die Module die ersten Praxistests hinter sich haben.

Derartige Technik hat sich auch in der Vergangenheit nicht immer als völlig sicher bewährt. So wurden Airbnb-Gäste von smarten Türschlössern ausgesperrt. Außerdem kannst du mit diesen Gadgets deine Haustür aufrüsten. Mehr zum Thema Smart Home gibt es mit unseren Einsteiger-Tipps.

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