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Teslas Autopilot saust schnurgerade auf ein Hindernis zu

Teslas Autopilot rast geradewegs auf ein Hindernis zu.
Teslas Autopilot rast geradewegs auf ein Hindernis zu.
Foto: David Kotrba
Der Autopilot von Tesla scheint noch ziemlich unberechenbar zu sein. Erst 2018 führte das zu einem tödlichen Unfall. Ein Reddit-Nutzer dokumentiert seit einem Jahr die Launen seines Autopiloten.

Tesla-Fahrer warnen, dass der Autopilot in gewissen Situationen versehentlich aktiv auf Hindernisse zusteuern könnte. Ein Reddit-Nutzer dokumentiert dessen Verhalten bereits seit einem Jahr.

Reddit Nutzer dokumentiert den Autopolit von Tesla

Ein Reddit-Nutzer hat den Autopiloten in zahlreichen Dashcam-Aufnahmen seit April 2018 dokumentiert und Tesla darüber informiert. Darauf ist zu sehen, wie der Fahrer mit seinem Model X auf einer US-Schnellstraße (Freeway) unterwegs ist und sich einer Barriere nähert, die die Zahl der Spuren verringert.

Während das Fahrzeug zunächst korrekt in der Spur bleibt, zieht es im Video knapp vor der Barriere nach links und steuert direkt auf das Hindernis zu.

Der Autopilot ist unberechenbar

Der Fahrer versuchte bereits im Vorjahr mehrmals Tesla über das Problem zu benachrichtigen, der US-Konzern meldete sich jedoch nie zurück. Ein Update schien das unerwünschte Verhalten zu korrigieren. Wenige Wochen später trat es wieder auf. Immer wieder wechselte das Verhalten nach Updates – mal blieb das Fahrzeug korrekt in der Spur, andere Male musste der Fahrer eingreifen.

Video: Der Autopilot von Tesla

„Das Verhalten des Systems ändert sich dramatisch zwischen Software-Updates“, so der anonyme Reddit-Nutzer gegenüber Ars Technica. Dadurch wiege sich der Fahrer in falscher Sicherheit, der oftmals vergesse, dass er weiterhin die Aufmerksamkeit auf die Straße richten muss. „Das liegt in der menschlichen Natur: Wenn etwas 100 Mal funktioniert hat, muss es auch beim 101. Mal noch funktionieren.“

Gibt es einen Zusammenhang mit Unfällen?

Das dokumentierte Verhalten könnte auch zu einem tödlichen Unfall mit einem Tesla-Fahrzeug im Vorjahr geführt haben. Im Februar 2018 fuhr ein Model X mit aktivem Autopilot gegen eine derartige Barriere im kalifornischen Mountain View. Das Fahrzeug fing Feuer, der Fahrer verstarb am Unfallort. Erschwerend kam hinzu, dass die Barriere, die eigentlich den Aufprall dämpfen sollte, bei einem früheren Unfall beschädigt und nicht getauscht wurde.

Wie eine spätere Analyse zeigte, dachte der Autopilot zum Zeitpunkt des Unfalls, das Fahrzeug befinde sich auf einer leeren Spur und beschleunigte sogar von 100 auf knapp 112 km/h (62 zu 70 Meilen pro Stunde). Laut der Familie des Unfallopfers habe sich der verstorbene Fahrer bei einem lokalen Tesla-Händler über Probleme beklagt, die jenen auf Reddit ähneln. Laut Tesla gibt es jedoch keinerlei Unterlagen zu diesen Beschwerden. Der Autopilot wird immer häufiger für Unfälle verantwortlich gemacht.

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf futurezone.at.

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