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Online-Shopping im Kaufrausch: Je tiefer das Glas, desto voller der Warenkorb

Alkoholisierte Einkäufe beim Online-Shopping machen bis zu 48 Milliarden Dollar im Jahr aus.
Alkoholisierte Einkäufe beim Online-Shopping machen bis zu 48 Milliarden Dollar im Jahr aus.
Foto: Pexels
Nach dem ein oder anderen Schlückchen Alkohol nimmt man vieles nicht mehr so genau. Kein Wunder, dass der Online-Handel angeblich davon profitieren soll.

Dass man betrunken schneller unüberlegte Entscheidungen trifft, ist allseits bekannt. Wenn du einmal wieder ganz besonders tief ins Glas geschaut hast, bestätigt sich der Warenkorb beim Online-Shopping natürlich ganz besonders schnell. Zack, bestellt. Eine Studie soll jetzt beweisen, dass vor allem Amazon von betrunkenen Kunden profitieren soll.

Online-Shopping: Amazon soll von betrunkenen Käufern profitieren

Eine amerikanische Studie, die vom Tech- und Business-Portal "The Hustle" durchgeführt wurde, befragte über 2.000 Leser zu ihrem Kaufverhalten. Hierbei sei erwähnt, dass die Studie trotz hoher Stichprobe nicht repräsentativ ist, da nur die Leser befragt wurden und diese zudem über ein überdurchschnittliches Einkommen verfügten. Dennoch lohnt sich ein Blick auf die Ergebnisse.

48 Milliarden Dollar Umsatz im Jahr dank Alkohol

Satte 48 Milliarden Dollar im Jahr soll der Onlinehandel durch betrunkene Kunden verdienen. 80 Prozent der Frauen und 78 Prozent der Männer haben bereits unter Alkoholeinfluss online bestellt.

Bier und Wein sind am beliebtesten

Am liebsten wird während dem Online-Shopping ein Gläschen Wein oder Bier getrunken. Härtere Spirituosen wie Whiskey oder Wodka sind beim Einkaufen wohl nicht so beliebt. Und das obwohl Gin-Trinker angeblich am anfälligsten für betrunkene Einkäufe auf Amazon sind.

Die Teilnehmer der Studie geben im Durchschnitt wohl ganze 444 Dollar pro Jahr für Einkäufe aus, bei denen sie alkoholisiert waren. 85 Prozent der Befragten gaben an, dass Online-Shopping ihre alkoholisierten Einkäufe steigert. Überraschenderweise bereuen nur sechs Prozent der Kunden ihre im Rausch getätigten Bestellungen.

Lieber freuen als bereuen

Das meiste Geld wird den Ergebnissen der Studie zufolge bei Amazon verprasst. 85 Prozent der Teilnehmer gaben bei einer möglichen Mehrfachantwort an, schon einmal bei Amazon einen betrunkenen Einkauf getätigt zu haben. Ebay wurde nur noch von 21 Prozent ausgewählt.

Betrunkene Kunden geben ihr Geld am liebsten für Klamotten aus, gefolgt von Filmen und Spielen sowie Technik. Danach kommt Essen und Events. Auch Bücher und Haushaltsartikel wurden angegeben.

Es geht aber noch viel kurioser: In den offenen Antwortmöglichkeiten wurden auch "100 Kilo frischer, drei Meter hoher Bambus" genannt, gleichwohl wie "eine Trilogie von religiösen Satanisten-Büchern" oder "eine Hüpfburg fürs Wohnzimmer". Amazon profitiert aber bestimmt nicht nur von betrunkenen Online-Shoppern, sondern auch von einer enormen Marktmacht, die schon bald von der Monopolkomission eingedämmt werden könnte.

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