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Zur Europawahl: Facebook passt seine Werberichtlinien an

Mit neuen Werberichtlinien, will Facebook seine Nutzer zur Europawahl schützen.
Mit neuen Werberichtlinien, will Facebook seine Nutzer zur Europawahl schützen.
Foto: imago/ZUMA Press
Um für mehr Transparenz und mehr Sicherheit für seine Nutzer im politischen Wahlkampf zu sorgen, passt Facebook seine Werberegeln noch vor der EU-Wahl an.

Wenn es um politische Wahlkampagnen ging, kristallisierte sich Facebook in der Vergangenheit als eines der eindrucksvollsten Mittel heraus. Da diese Tatsache auch an den Europawahlen, die vom 23. bis zum 26. Mai 2019 stattfinden, nicht vorbeigehen dürfte, reagiert die Plattform nun präventiv mit einer Anpassung der Werberichtlinien.

Facebook will Europawahlen schützen

Um die Europäische Union im Rahmen der anstehenden Parlamentswahlen vor der Fremdeinwirkung unbeteiligter Regierungen oder Organisationen zu schützen, rollt Facebook derzeit ein striktes neues Regelwerk für Werbeanzeigen in der EU aus. Ebenso, wie es bereits in den USA und anderen Staaten der Fall war, müssen Personen und Organisationen, die politische Werbung in der Region schalten wollen, dazu autorisiert sein.

Dem entsprechenden Eintrag im Facebook Newsroom zufolge wird der Konzern für ebendiese Zertifizierung sowohl Dokumente einfordern, die die Identität des Werbenden prüfen, als auch dessen Standort prüfen. Außerdem sollen alle politischen Anzeigen innerhalb der EU mit dem Label "Paid for by" (dt.: "Bezahlt von") gekennzeichnet werden, damit Wähler einen klaren Überblick darüber bekommen, wer der Werbende tatsächlich ist.

Keine Auswirkung auf frühere Kampagnen

Solltest du Wahl-Anzeigen ohne eine entsprechende Anmerkung begegnen, kann es sein, dass diese geschaltet wurden, bevor Facebook seine Richtlinien aktualisiert hat. Wie The Guardian berichtet, wirken diese nicht rückwirkend, sodass frühere Kampagnen, nicht davon betroffen sind. Wenngleich sich Facebook um die Sicherheit der Europawahlen bemüht, musste der Konzern jüngst mit einer gewaltigen Sicherheitslücke einstecken. Seit 2012 hatte die Plattform hunderte Millionen von Passwörtern als unkodierten Text gespeichert.

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