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Spioniert Amazon-Alexa dich wirklich aus? Jetzt gibt es mehr Klarheit

Wer Alexa als Assistentin nutzen möchte, muss sie dauerhaft zuhören lassen – das schürt Angst vor Spionage.
Wer Alexa als Assistentin nutzen möchte, muss sie dauerhaft zuhören lassen – das schürt Angst vor Spionage.
Foto: imago/allOver
Experten sind überzeugt, dass Sprachassistenten die führenden Technologien der Zukunft seien. Geräte wie Alexa sind praktische Helfer im Alltag, bringen aber Einbußen unserer Privatsphäre mit sich. Wie viele Aufnahmen speichert Alexa eigentlich?

Für viele Menschen sind Sprachassistenten eine Bereicherung. Auf Zuruf spielen sie unsere Lieblingsmusik ab, schalten das Licht aus und lesen uns die News vor. Amazons Alexa ist einer der Big Player unter den smarten Lautsprechern. In letzter Zeit wurden jedoch einige Spionagevorwürfe laut. Doch was ist wirklich dran?

Spionage bei Amazon-Alexa: So viel speichert sie wirklich

Eine Studie des Digitalverbands Bitkom fand heraus, dass bereits 80 Prozent der deutschen Erwachsenen ein solches Gerät nutzen. Gleichzeitig sind Datenschützer skeptisch, da die Assistenten dauerhaft aufnahmebereit sind. Wie viele der aufgezeichneten Gespräche von Amazon Alexa auch tatsächlich gespeichert werden, erklärt der Entwickler Philip Berger.

Alexa ist die weltweit am meiste genutzte Sprachassistenz. Philip Berger ist Teil des deutschen Entwicklungsteams. Im Gespräch mit dem Business Insider verrät er, wie lange Alexa Aufzeichnungen speichert. Er versichert: „Alexa hört nicht immer zu. Sie reagiert nur auf das eingestellte Aktivierungswort . Ohne das findet keine Datenübertragung in die Cloud statt.“

Alexa ist mit einem sogenannten Mikrofon-Pufferspeicher ausgestattet. Dieser zeichnet nur wenige Sekunden auf. Wenn in dieser Zeit kein Signalwort wie Alexa, Echo, Computer oder Amazon ertönt, wird der Gerätespeicher laut Berger „sofort mit den neuen Sprachdaten überschrieben“. Nennt der Nutzer ein Signalwort, beginnt jedoch die Aufzeichnung.

Woher weiß ich, was und wie viel aufgezeichnet wurde?

Alexa User können an der blauen Leuchtanzeige am Ring oder Display erkennen, ob aufgezeichnet wird. Eine Überprüfung der gespeicherten Sequenzen ist jederzeit möglich. Sie können darüber hinaus auch gelöscht werden. Wer ein besonders vertrauliches Geheimnis besprechen und auf Nummer sicher gehen will, kann Alexa auch vorübergehend komplett abschalten.

Dennoch sollte man sich informieren, was zu beachten ist, damit Alexa & Co. einen nicht auspionieren. Denn selbst Stiftung-Warentest hat aus diesem Grund vor einigen Smart Speakern gewarnt .

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