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Facebook bekämpft Fake News, Instagram zeigt weniger Haut

So einfach sollen Fake News nicht mehr ihr Unwesen auf Facebook treiben können. Die Content-Polizei macht aber auch vor nackter Haut auf Instagram nicht halt.
So einfach sollen Fake News nicht mehr ihr Unwesen auf Facebook treiben können. Die Content-Polizei macht aber auch vor nackter Haut auf Instagram nicht halt.
Foto: Pixabay
Mit einer Großoffensive geht Facebook gegen virale Falschinformationen, desinformierende Gruppen und Clickbait vor. Auf Instagram wird es weniger Haut zu sehen geben.

Facebook kämpft mit neuen Updates gegen Fake News und Desinformation auf seiner Plattform: Gruppen, die „gehäuft Falschmeldungen verbreiten“, müssen beispielsweise damit rechnen, seltener im Nachrichtenfeed aufzutauchen. Damit reagiert das soziale Netzwerk auf die vielen Falschinformationen und die Propaganda während der US-amerikanischen Präsidentschaftswahlen von 2016.

Weniger Falschmeldungen auf Facebook

„Wir wollen in der Lage sein, mehr Falschmeldungen schneller zu bekämpfen“, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Blogpost von Facebook. Um dieses Ziel zu erreichen, werde Facebook unter anderem verstärkt mit externen Faktenprüfern wie der Presseagentur „Associated Press“ (AP) zusammenarbeiten.

Ab jetzt wird sich AP nicht nur um englischsprachige, sondern auch spanische Facebook-Inhalte kümmern. Gleichzeitig will sich Facebook mit Wissenschaftlern, Journalisten und Vereinen zusammensetzen, um die Vor- und Nachteile dieser Methode auszudiskutieren.

Das „Ranking“ von Facebook bestimmt, welche Inhalte zuerst gesehen, also priorisiert werden. Von jetzt an soll beim Ranking ein neues „Click-Gap“-Feature dafür sorgen, minderwertige Inhalte á la Clickbait auszusortieren und nach hinten zu stellen.

Neue Hinweise und Ausweitung bisheriger Funktionen

Vergangenes Jahr hatte Facebook bereits eine „Kontext“-Schaltfläche bei Artikeln eingeführt und will die Funktion auch auf Bilder ausweiten, zunächst erst in den USA.

Zusätzlich zu den „Kontextfunktionen“ führt Facebook „Trust Indicator“ ein, also einen Hinweis auf die Glaubwürdigkeit von Quellen. Diese Hinweise bei englischen und spanischen Inhalten hat ein Konsortium von Nachrichtenagenturen erarbeitet, das den Namen „Trust Project“ trägt. Die Hinweise enthalten Angaben zu Faktenprüfung, ethischen Positionen, Korrekturen, Eigentümer, Finanzierung und zur Redaktion.

Facebook will weltweit Infos zur Qualität von Seiten zeigen, abhängig davon wie stark die Seiten Clickbait betreiben. Sämtliche Nutzer dürfen bald auch Beiträge und Kommentare in Gruppen löschen, auch wenn sie sie schon verlassen haben.

Auch wenn es nicht verboten ist: Instagram wird weniger Haut zeigen

Instagram gehört zu Facebook und bleibt von den Updates nicht verschont: So sollen „unangemessene“ Inhalte, die nicht gegen die Richtlinien der Foto-App verstoßen, seltener erscheinen.

„Ein anzüglicher Post wird immer noch im Feed erscheinen, wenn man dem Account folgt. Aber diese Art von Inhalt wird der große Teil der Community unter der „Entdecken“-Seite oder unter Hashtags nicht mehr sehen“, erklärt das soziale Netzwerk im Blogpost.

Auf Facebooks integriertem Chatprogramm „Messenger“ werden diese Woche „Verifiziert“-Zeichen eingeführt, um die Echtheit eines Accounts zu kennzeichnen und Accounts ohne Abzeichen leichter als Falschidentitäten zu erkennen. Nutzer können in den nächsten Tagen auch einstellen, dass unbefreundete Leute nicht in der Chatleiste auftauchen, wenn diese Nachrichten verschicken.

Den Kontextbutton und den „Weitergeleitet“-Hinweis gibt es bereits im Messenger.

Kritiker hatten zuletzt moniert, dass Facebook nicht ernsthaft daran interessiert sei, gegen Falschmeldungen vorzugehen. Mittlerweile geht das soziale Netzwerk auch gegen Impfgegner auf der Plattform vor.

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