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Flatrate für dein Smartphone? Deutsche Kunden zahlen immer drauf

Deutsche Kunden zahlen im europäischen Vergleich deutlich mehr für echte LTE-Flatrates.
Deutsche Kunden zahlen im europäischen Vergleich deutlich mehr für echte LTE-Flatrates.
Foto: imago images / blickwinkel
Echte Flatrates lassen sich hiesige Anbieter teuer bezahlen. Wir verraten dir, was Kunden in anderen Ländern für ihr Geld bekommen.

Du nutzt mit deinem Smartphone einen Tarif, der als Flatrate beworben wird? Dann schau besser noch einmal genauer hin, denn in der Regel gibt es Einschränkungen deines Mobilfunkanbieters, was die Leistungen des Vertrags angeht.

Mobilfunkanbieter bremsen Flatrates aus

In den meisten Fällen dürften sich diese Einschränkungen auf das Datenvolumen beziehen, welches dir innerhalb eines Abrechnungsmonats zur Verfügung steht. Die meisten Betreiber bieten, zumindest in ihren Standardtarifen, nur ein begrenztes Volumen an. Ist dieses aufgebraucht, verringert sich in der Regel die Geschwindigkeit, mit der du im Netz surfen kannst.

Seit einiger Zeit jedoch bieten die Telekom, Vodafone und auch O2 echte Flatrates an, Verträge also die es erlauben, das mobile Internet ohne Einschränkungen und mit der maximal zur Verfügung stehenden Verbindungsgeschwindigkeit zu nutzen.

Unterschiede bei der LTE-Geschwindigkeit

Diese Angebote lassen sich die Anbieter dann aber auch fürstlich bezahlen. So verlangt die Telekom etwa 80 Euro für den Tarif "Magenta Mobil XL". Auch Vodafone berechnet Kunden für seinen "Red XL" Tarif rund 80 Euro pro Monat. O2 setzt auf einen günstigeren Preis, doch auch 60 Euro pro Monat sind kein Schnäppchen.

Unterschiede in den angebotenen Leistungen finden sich bei der Geschwindigkeit der Datenübertragung. Während Vodafone Spitzenwerte von 500 MBit/s im Download und 100 MBit/s im Upload angibt, wirbt die Telekom mit Höchstgeschwindigkeiten von 300 MBit/s für Downloads und 50 MBit/s für Uploads. O2 stellt seinen Kunden hier maximal 225 MBit/s beziehungsweise 50 MBit/s in Aussicht.

Deutschland verliert den europäischen Vergleich

Im Vergleich zu Kunden in anderen europäischen Ländern, zahlen deutsche Verbraucher einen Aufpreis. Daten aus dem April 2018 etwa zeigen, dass echte Flatrates in neun anderen Ländern deutlich günstiger zu bekommen sind, als bei uns, darunter beispielsweise die Niederlande, Dänemark und Finnland. In diesen Ländern zahlen Kunden weniger als 30 Euro für eine echte Flatrate. Verbraucher in Estland, ohnehin Vorreiter in Sachen Digitalisierung, zahlen gar nur rund 16 Euro.

Deutsche wollen weniger zahlen

Eine Umfrage macht übrigens deutlich, wie unterschiedlich die Preisvorstellungen der Verbraucher sind im Vergleich zu dem, was die Provider verlangen. Rund 41 Prozent der Deutschen halten einen Preis von "nur" 20 Euro im Monat für angemessen, wenn sie dafür eine echte LTE-Flatrate bekommen.

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Fazit: Check deinen Bedarf und spare bares Geld

Auch wenn Vodafone und Co. nun auch in Deutschland echte Flatrates anbieten – die Tarife sind, auch im europäischen Vergleich, sehr teuer. Überlege dir also im Vorfeld gut, ob dir nicht auch ein begrenztes Datenvolumen ausreicht. So kannst du jeden Monat viel Geld einsparen.

Du ärgerst dich über schlechtes Netz? Mit diesen drei Tricks hast du nie wieder schlechten Handy-Empfang. Während wir noch über LTE-Tarife berichten, steht schon neuere Technik in den Startlöchern. Wir verraten dir, was du dir vom 5G-Standard erhoffen kannst.

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