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Schlag zurück: Mit diesem Tool spionierst du dein Smart Home aus

Fr, 01.06.2018, 16.02 Uhr

futurezone im Smart Home-Showroom von Connected Living in Berlin

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Dass die smarten Geräte in deinem Zuhause kommunizieren können, hat einen entscheidenden Nachteil: Sie reden auch mit Dritten. Ein neues Tool sagt dir nun, welche Daten sie aufzeichnen und wohin versenden.

Wenn du glaubst, Alexa und Co. würden sich nur mit dir oder den anderen Gerätschaften in deinem Smart Home unterhalten, liegst du leider falsch. Sie stehen nämlich in ständigem Kontakt mit Servern, an die sie deine Daten senden. Eine neue Open Source-Software erlaubt dir jetzt herauszufinden, an wen genau Alexa dich verrät.

Der "IoT Inspector" spioniert dein Smart Home aus

Das Tool "IoT Inspector" wurde von Forschern der Princton University entwickelt und kann frei im Netz heruntergeladen werden. Es gibt zwar gegenwärtig nur eine macOS-Version, dafür aber auch eine Warteliste für Windows und Linux, in die du dich eintragen kannst.

Ziel der Software ist es, nicht von deinen smarten Helfer überwacht zu werden, sondern deren Verhalten besser im Blick zu haben. Dazu dient eine Analyse des Netzwerktraffics deiner vernetzten Geräte.

Dadurch soll es für dich einfacher werden, zu erkennen, ob beispielsweise dein smarter Lautsprecher oder dein WLAN-fähiger Robo-Staubsauger deine Daten an Dritte weitergibt.

Gruselige Beispiele, die von den Forschern aufgedeckt wurden:

  • Ein Google Chromecast berichtete kontinuierlich an Googles Server, selbst wenn er nicht aktiv genutzt wurde.
  • Eine smarte Glühbirne kommunizierte durchgängig mit der Cloud, indem sie Traffic über eine URL verschickte und empfing. Diese wird von einer in China ansässigen Firma betrieben, die IoT-Geräte über eine Plattform steuert.

Forscher bekommen einige deiner Daten

Laut den Forschern soll ihr Open Source-Tool keine spezielle Expertise oder Hardware verlangen. Glaubt man Gizmodo, ist es "unheimlich einfach zu installieren und zu nutzen".

Einen Nachteil hat der IoT Inspector: Er funktioniert nicht mit Safari, das heißt du brauchst Chrome oder Firefox.

Beachte auch: Mit der Nutzung des Tools wirst du Digital Trends zufolge Teil des Forschungsprojektes. Einige deiner Daten werden gesammelt und verschlüsselt mit den Princeton-Forschern geteilt, um zur Erstellung des Forschungsberichtes beizutragen.

Im FAQ-Bereich kannst du immerhin einsehen, wozu die Wissenschaftler berechtigt sind und wozu nicht. Außerdem musst du eine Einverständniserklärung unterzeichnen, bevor du das Tool nutzen kannst.

So funktioniert der IoT Inspector

Hast du den IoT Inspector installiert (zum Download) entdeckt er selbständig smarte Geräte wie Amazon Echo- oder Google Home-Lautsprecher. Hat das Tool eines davon identifiziert, beginnt es, Informationen darüber zu sammeln und zeigt dir, wie das Gerät kommuniziert. Ein besonderer Fokus liegt dann darauf, wie aktiv es ist und mit wem es sich austauscht.

Brauchst du sonst noch HIlfe, gibt es 8 Tipps für Smart Home-Einsteiger. In Deutschland sieht man das vernetzte Zuhause übrigens noch kritisch. Kein Wunder, denn es gibt auch Menschen, die andere per Smart Home psychisch drangsalieren.

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