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So unfassbar komisch sieht es aus, wenn eine künstliche Intelligenz eine Sportart entwirft

Eine künstliche Intelligenz hat eine neue Sportart entworfen: Speedgate.
Eine künstliche Intelligenz hat eine neue Sportart entworfen: Speedgate.
Foto: pixabay
Eine künstliche Intelligenz wagt sich zum ersten Mal daran eine Sportart zu erfinden. Was sich hinter Speedgate verbirgt, erfährst du hier.

Von Drohnen-Rennen bis hin zu Segway-Polo ist bereits alles vorhanden, neue Technologien schleichen sich nach und nach auch in den Bereich Sport ein. Nun hat sich eine künstliche Intelligenz eine neue Sportart ausgedacht: Speedgate. Was es damit auf sich hat, haben wir uns genauer angeschaut.

Künstliche Intelligenz erfindet Sportart Speedgate

Im Rahmen der Design Week Portland hat die Kreativagentur AKQA die Sportart Speedgate vorgestellt. Wie es bei KI-Kreationen üblich ist, wurde die künstliche Intelligenz erst einmal mit allerhand Informationen gefüttert – in diesem Fall insgesamt 400 Sportarten und deren Spielregeln und Spielzügen.

Normalerweise bedienen sich KIs an Datenbanken, um ihre Bilder herzustellen. Diese jedoch benötigte einige menschliche Hilfe und Verfeinerung, als es um die Erschaffung ihrer fiktiven Spieler ging. 400 Sportarten waren dann doch eine etwas zu geringe Stichprobe.

Kreative Vorschläge der Künstlichen Intelligenz

Die künstliche Intelligenz war laut AKQA-Creative Director Whitney Jenkins sehr kreativ, als es darum ging neue Sportarten zu erfinden. So standen beispielsweise Vorschläge im Raum wie "Unterwasser Parkour" oder eine Ballsportart, bei der sich die Spieler einen Ball zuspielen, während sie sich in einem Heißluftballon befinden. Daher lag es am Team, die Spielarten zu testen und die Regeln so zu verfeinern, dass am Ende eine Sportart herauskommen würde, die Menschen tatsächlich auch spielen möchten.

Und so funktioniert Speedgate:

Jenkins würde einem Freund die Sportart wie folgt erklären: "Ich würde sagen, dass wir eine KI genutzt haben, um eine neue Sportart zu kreieren, die das Beste aus Rugby, Fußball, Ultimate Frisbee und Krocket kombiniert."

  1. Sechser-Teams spielen auf einem Feld mit großen Toren gegeneinander.
  2. Drei der Teammitglieder sind Stürmer, drei Verteidiger.
  3. Dabei passen oder kicken sie den Ball durch die äußeren Tore, um zu punkten.
  4. Das mittlere Tor (Center Gate) wird nur dazu verwendet, um das Punkten zu eröffnen.
  5. Punkte können aus beiden Richtungen der Tore geschossen werden.
  6. Nur ein Verteidiger darf im Tor stehen, allerdings nicht im Center Gate.
  7. Kein Schubsen, kein Schlagen und kein Kicken.
  8. Außerdem muss das Spiel immer in Bewegung bleiben.

Ohne künstliche Intelligenz auch kein Speedgate

"Wir wissen, dass wir keine fünf Meter in der Luft baumeln können, wir wissen, dass es Grenzen dessen gibt, was Sinn macht", erklärt Jenkins gegenüber TechCrunch. Trotzdem ist er sich sicher: Speedgate hätte nicht von Menschen allein erfunden werden können. "Eine KI als Mitglied des Kreativteams zu verwenden, bringt uns an einen neuen Punkt, an den wir niemals ohne es hätten kommen können."

Neben Speedgate selbst erfand die künstliche Intelligenz außerdem auch ein Logo für die neue Sportart. Hierzu orientierte sie sich an 10.400 Sportlogos und schlug insgesamt 6.400 mögliche Varianten vor. Auch für das Motto von Speedgate war die KI verantwortlich: "Face the ball – be the ball – be above the ball." (auf Deutsch: Begegne dem Ball – Sei der Ball – Steh über dem Ball).

Künstliche Intelligenzen überraschen immer wieder

Es ist nicht das erste Mal, dass eine künstliche Intelligenz etwas Unerwartetes getan hat: Erst kürzlich wurde darüber berichtet, dass eine Maschine selbstständig das Laufen gelernt hat. Aber auch die künstliche Befruchtung durch eine KI klingt im ersten Moment befremdlich. Dabei soll die künstliche Intelligenz allerdings nur bei der Untersuchung der lebensfähigen Zellen helfen.

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