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Achtung im Apple Store: Dein Gesicht könnte gescannt worden sein

Was am iPhone funktioniert, könnte Apple auch in seinen Apple Stores anwenden.
Was am iPhone funktioniert, könnte Apple auch in seinen Apple Stores anwenden.
Foto: ELIJAH NOUVELAGE/AFP/Getty Images
Der iPhone-Hersteller wurde auf eine Milliarde Dollar verklagt, weil er Gesichtserkennungssoftware genutzt haben soll, um jemanden verhaften zu lassen.

Apple wird gegenwärtig beschuldigt, in seinen Apple Stores Gesichter mit entsprechender Software zu scannen und dadurch die Merkmale von Kunden aufgezeichnet zu haben. Ein Jugendlicher hatte den Konzern deshalb im Vorfeld auf eine Milliarde Dollar verklagt. Ganz so eindeutig ist der Fall jedoch nicht.

Apple soll Diebe per Gesichstscans identifizieren

Der 18-jährige Ousmane Bah sagt, er wurde auf Grundlage eines Gesichtsscans fälschlicherweise verhaftet, weil ihn die Software als die Person identifiziert hatte, die mehrere Apple Stores überfallen haben soll.

Überwachungsaufnahmen und die Aussage eines New Yorker Polizeibeamten widerlegten später jedoch die Anschuldigungen gegen den jungen Mann. Der Polizist bemerkte recht eindeutig, dass Bah "in keinster Weise wie der Verdächtige aussieht", berichtet The Verge. Er erklärte daraufhin, Apples Sicherheitstechnologie würde Gesichtserkennung nutzen, um Diebe zu identifizieren.

Vorfall nicht ganz eindeutig

Bei genauerer Nachfrage rückte der Beamte gegenüber The Verge allerdings etwas davon ab, auch wenn er darauf bestand, dass seine in der Klage beschriebene Aussage korrekt sei. Dennoch hätte Apple rein technisch betrachtet nicht wirklich Gesichtserkennungssoftware in seinen Stores installiert.

Es könnte aber The Verge zufolge immerhin sein, dass die Firma, die die Aufzeichnungen der Überwachungskameras analysiert, auf Gesichtserkennung zurückgegriffen hat, aber außerhalb der Apple-Einrichtung.

Kläger will Entschädigung für Verhaftung

Ein Mitarbeiter besagter Firma soll Bah auf einem Video dabei erwischt haben, in einem Apple Store in Boston Apple Pencils zu stehlen. Apple soll daraufhin angeblich abgestritten haben, ein solches Video zu besitzen, das Videomaterial später jedoch eingereicht haben.

Bah dagegen sagte aus, wer wäre zur gleichen Zeit auf seinem Abschlussball in Manhattan gewesen. Seine Klage beläuft sich auf den hohen Betrag von einer Milliarde Dollar, weil er durch Apples unrechtmäßige Handlungen verhaftet wurde, unter anderem nicht an einer Prüfung teilnehmen konnte und seine Noten dadurch in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Apples Stores stehen öfter im Rampenlicht. So soll es von Apple verbotene Wörter geben, die Angestellte nicht nutzen dürfen. Auch neue Waren sind hier nicht sicher. Zumindest gab es schon Produktleaks durch Apple Stores.

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