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Twitter könnte "versehentlich" deinen Standort verraten haben

Aufgrund eines Twitter-Bugs wurden zahlreiche Standort-Daten von IOS-Nutzern veröffentlicht.
Aufgrund eines Twitter-Bugs wurden zahlreiche Standort-Daten von IOS-Nutzern veröffentlicht.
Foto: imago/ZUMA Press
Ein Twitter-Bug gefährdet deine Sicherheit: Der Kurznachrichtendienst Twitter hat unbeabsichtigt Standort-Daten von iOS-Nutzern veröffentlicht.

Das Unternehmen Twitter hat eingeräumt, dass aufgrund eines Bugs eventuell GPS-Daten von iOS-Nutzern der offiziellen Twitter-App über einen unbestimmten Zeitraum gesammelt wurden. Doch das ist längst nicht alles: Die sensiblen Daten der Aufenthaltsorte der Nutzer wurden außerdem auch noch an Partner des Unternehmens übermittelt.

Twitter-Bug verrät Standort-Daten von iOS-Nutzern

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat sich passenderweise via App bei seinen Nutzern für die Sammlung und Übermittlung der Standort-Daten an einen Werbevertrieb ("Trusted Partner") entschuldigt. Der Dienst stellte folglich ein Hilfsdokument für iOS-Nutzer bereit:

Betroffenes Feature soll eigentlich die Nutzererfahrung verbessern

Der mittlerweile behobene Bug betreffe Nutzer, die mehr als einen Account der App nutzen – beispielsweise einen privaten und einen firmeninternen Account. War das Ortstracking in einem der Accounts aktiv, so galt dies automatisch auch für den anderen Account, selbst wenn es dort nicht explizit eingeschaltet war. Das betroffene Feature "Precise Location" soll eigentlich eine verbesserte Nutzererfahrung bieten, da mehr lokale Inhalte, Anzeigen und Empfehlungen geteilt werden können.

Die erfolgte Datenübermittlung an den "Trusted Partner" beschränkt sich nach Aussage des Dienstes "nur" auf den Umkreis einer Postleitzahl beziehungsweise einer Fläche von fünf Quadratkilometern. Twitter-Accounts oder andere "Unique Account IDs", die die Identität des Nutzers offenlegen, wurden angeblich nicht übermittelt.

Standort-Daten wurden mittlerweile gelöscht

Der Twitter-Partner soll die Ortsdaten mittlerweile gelöscht haben, berichtet das Nachrichtenportal heise.de. Diese waren ohnehin nur für kurze Zeit im System existent und seien dann "als Teil des normalen Prozesses" gelöscht worden. Weiterhin habe das Unternehmen betroffene Nutzer angeschrieben und über die Behebung des Bugs informiert.

Interessanterweise handelt es sich bei dem Twitter-Bug bereits um den vierten in diesem Jahr. Anfang Januar entdeckte das Unternehmen beispielsweise einen jahrealten Bug, der geschützte Tweets von Nutzern veröffentlichte. Ohnehin ist das soziale Netzwerk Twitter dafür bekannt, es mit der Standort-Sicherheit seiner Nutzer nicht allzu genau zu nehmen.

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