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Roboter zeigen ihr Fußballtalent: So ging's bei Robocup ab

Robocup German Open: Nao-Roboter treten im Fußball gegeneinander an.
Robocup German Open: Nao-Roboter treten im Fußball gegeneinander an.
Foto: imago images/Christian Schroedter
Beim Robocup German Open konnten künstliche Intelligenzen ihr Talent im Fußball beweisen. Dafür kamen Roboter aus der ganzen Welt zusammen.

Neue Regeln und bessere Maschinen sorgten für spannende Matches in Magdeburg beim Robocup German Open. Die deutsche Meisterschaft im Roboterfußball vereinte über 40 internationale Teams von Hochschulen und Forschungseinrichtigungen auf dem Rasen. Zum zehnten Mal bewiesen Roboter ihr Fußballtalent.

So talentiert sind Roboter im Fußball

Richtig professionell ging es beim 10. Robocup zu. Hier waren Fußball-, Service- und Rettungsmaschinen am Start und traten in sechs Major Ligen gegeneinander an.

  • Standard Platform League
  • Humanoid Kid-Size League
  • Rescue Robot League
  • Robocup@Home
  • Logistics League
  • Robocup@Work

Eine Besonderheit in der Major Liga "Standard Platform League" ist die unterschiedliche Software. Fußball wird hier mit einer standardisierten Roboterplattform gespielt, wie Elektrotechnik Automatisierung berichtet. Alle Teams verwenden den humanoiden Roboter Nao von Softbank Robotics. Die Hardware ist somit gleich, nur die Software unterscheidet sich bei den Teams.

Robocup German Open 2019: Roboterfußball

Nicht ganz so beweglich wie ein echter Fußballer

25 Gelenke und zwei Kameras im Kopf helfen dem Nao dabei, seine Fußball-Skills auf dem Rasen auszuleben. Dabei helfen Ultraschallsensoren in der Brust die Entfernung zu messen. Gyroskope und Beschleunigungssensoren nehmen die Umgebung wahr. Sensoren an den Füßen der künstlichen Intelligenz messen Boden- und Ballkontakt.

So wird Robocup gespielt

  • Teams aus je fünf Naos treten gegen einander an.
  • Das Spielfeld ist 9 x 6 Quadratmeter groß.
  • Die Roboter agieren völlig autonom.
  • Die Naos kommunizieren via WLAN miteinander.
  • Über WLAN empfangen sie auch Schiedsrichterentscheidungen.

Die Gewinner des Robocup 2019

Zum neunten Mal in Folge gewann das Team der Universität Bremen und des Deutschen Forschungszentrums für künstliche Intelligenz (DFKI): die B-Humans. Ohne Gegentore entschied das Bremer Team alle Spiele für sich. Mit einem Torverhältnis von 19:0 zogen sie ins Halbfinale ein. Hier schlugen B-Human die Runswifts aus Sydney mit 5:0.

Ein besonderer Erfolg war schließlich das Finale, bei dem die B-Humans gegen den amtierenden Weltmeister, dem Team der HTWK Leipzig, antrat. 14 Sekunden vor Schluss schlugen B-Human das Leipziger Nao-Team mit 4:3.

Neue Regeln im Roboterfußball

In diesem Jahr warteten für die Maschinen neue Herausforderungen im Wettkampf. Letztes Jahr wurden Freistöße und Torwartabstöße eingeführt. Dieses Jahr kamen noch Eckstöße und der Einwurf, in Form eines "Kick-in", hinzu. Die neuen Regeln konnten gut umgesetzt werden.

Die Weltmeisterschaft im Roboterfußball findet am 4. Juli 2019 in Sydney statt. Bis dahin können die Teams weiter an ihren Nao-Maschinen arbeiten.

Du denkst Roboter und Sport passen nicht zusammen? So unfassbar komisch sieht es aus, wenn eine künstliche Intelligenz eine Sportart entwirft.

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