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Digitale Fingerabdrücke bei iPhones und Android-Handys machen dich angreifbar

Alle iPhone-Nutzer haben ein Problem, für das es zum Glück eine einfach Lösung gibt. Einige Android-Nutzer sind auch betroffen.
Alle iPhone-Nutzer haben ein Problem, für das es zum Glück eine einfach Lösung gibt. Einige Android-Nutzer sind auch betroffen.
Foto: imago images/Panthermedia
Forscher fanden heraus, dass vor allem bei iOS eine enorme Sicherheitslücke besteht. Kriminelle sind dadurch in der Lage, einen "global einzigartigen Fingerabdruck" zu erstellen, mit dem sie dich auf Schritt und Tritt verfolgen könnten.

Die Sicherheitsforscher von der University of Cambridge machten ein großes Datenschutzproblem ausfindig, was alle iPhone-Nutzer und Besitzer eines Googles Pixel 2 und 3 sowie andere Adroid-Nutzer betrifft. Mittels eines digitalen Fingerabdrucks könnten Hacker dich verfolgen.

iPhone- und Android-Nutzer: Digitaler Fingerabdruck als Gefahr

Die Wissenschaftler bezeichnen die Sicherheitslücke als "SensorID". Am iPhone gibt es verschiedene Bewegungssensoren. Die modernen Browser auf Handys erlauben es Webseiten, die mit den Sensoren gewonnenen Informationen zu entnehmen. Bis zur iOS-Version 12.2 war dies bei iPhones zu genau möglich. Auch Android-Smartphones haben das Problem, allerdings in geringerem Ausmaß.

Somit entstehe ein "global einzigartiger Fingerabdruck", der nicht wie ein Cookie löschbar ist und sogar nach Zurücksetzen des Handys fortbesteht. Die Forscher sagen, dass der Trick bei "jeder App" und durch "jede Webseite" möglich gewesen sei – und das ganz ohne Zustimmung des Nutzers. Das Fingerprinting erlaube es, die Aktivitäten der Besitzer im Internet zu verfolgen.

Welche Geräte sind betroffen?

  • alle iOS-Geräte auf denen iOS 12.2 – aktuell ist iOS 12.3 verfügbar – noch nicht installiert wurde.
  • Dazu gehören etwa die jüngsten iPhone-Modelle XS, XS Max und XR.
  • Android-Geräte wie Googles Pixel 2 und 3 sind ebenfalls betroffen, allerdings soll das Fingerprinting hier weniger genau durchgeführt werden.

Apple hat das Sicherheitsproblem ab iOS-Version 12.2 behoben, indem die Sensordaten um Zufallsinformationen, "Random Noise", erweitert wurden. Außerdem muss der Nutzer nun explizit erlauben, dass andere Personen über Safari auf seine Bewegungsdaten zugreifen können.

iPhone-Fakten
iPhone-Fakten

Tipp: Führe das neueste Update, iOS 12.3, durch, um dich gegen Angreifer zu wappnen. Auch wenn nicht bekannt ist, ob die Lücke bereits ausgenutzt wurde, brauchst du kein unnötiges Risiko eingehen. Google hat bisher nur mitgeteilt, den Bericht der Forscher zu untersuchen. Android-Nutzern bleibt deswegen erst einmal nicht anderes übrig als abwarten.

Um dich besser zu schützen, hilft dein iPhone dir übrigens beim Erstellen sicherer Passwörter. Diesen einen Vorteil haben iPhones gegenüber Android-Handys.

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