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Nutzer fühlen sich wieder sicherer im Netz – zu Recht?

Internet Nutzer fühlen sich wieder sicherer, das sagt der DsiN-Sicherheitsindex 2019.
Internet Nutzer fühlen sich wieder sicherer, das sagt der DsiN-Sicherheitsindex 2019.
Foto: iStock/pixdeluxe
Verbraucher fühlen sich wieder sicherer im Netz. Das zeigen die Ergebnisse des DsiN-Sicherheitsindex 2019, der heute von Deutschland sicher im Netz e.V. vorgestellt wurde.

Der DsiN-Index misst das Sicherheitsgefühl von Verbrauchern im Netz. Nachdem er in den vergangenen drei Jahren stetig gesunken ist, erlebt er nun wieder einen Anstieg. Die Ergebnisse des Index, dargestellt durch eine Skala von 1-100, hat der Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) heute in Berlin vorgestellt. Sich sicher zu fühlen heißt jedoch nicht automatisch, auch tatsächlich in Sicherheit zu sein: Ist das Gefühl der deutschen User trügerisch?

Verbraucher im Netz: Um Sicherheit macht man sich weniger Sorgen

Mit einem Indexwert von 62,3 ist der Negativtrend gestoppt: Nachdem 2016 mit 65,4 Punkten der Höchstwert seit Messbeginn 2014 erreicht wurde, fielen die Zahlen in den darauffolgenden Jahren stetig ab. Der diesjährige Wert macht 62,3 Punkten Hoffnung auf eine in Zukunft positivere Entwicklung.

Der Index unterscheidet zwischen fünf Verbrauchergruppen, zwischen denen ein deutliches Gefälle beobachtet werden kann. Diese Diskrepanz hat sich laut dem DsiN 2019 noch weiter verstärkt.

Während die souveränen Nutzergruppen der "Antreibenden" mit 71 Indexpunkten und "Bedachtsamen" mit 73,3 Punkten kaum Sicherheitsbedenken haben, sind die drei übrigen Gruppen nicht so selbstbewusst: Die "Außenstehenden" sind mit 47,6 Punkten und einem vergleichsweise hohen Anteil älterer Nutzer ganz hinten, etwas besser schneiden die "Fatalisten" (52,7 Punkte) und "Gutgläubigen" (57,4 Punkte) ab.

Vorsicht mit deinen Daten
Vorsicht mit deinen Daten

Nutzer sind selbstbewusster: Das sind die Gründe

Die Befragung, aus der sich der Index berechnet, ergab außerdem die dem erhöhten Sicherheitsgefühl zugrunde liegenden Faktoren.

  • Eine geringere Verunsicherung bei Verbrauchern
  • Eine gesunkene Zahl der wahrgenommenen Sicherheitsvorfälle
  • Ein Anstieg des individuellen Sicherheitswissen

Sicher fühlen heißt nicht sicher agieren

Eins haben alle Gruppen jedoch gemeinsam: ihre mangelhafte Risikoeinschätzung und die seltene Anwendung von Schutzmaßnahmen. Die Sicherheitskompetenz steigt zwar, gleichzeitig stagniert jedoch das Sicherheitsverhalten.

In anderen Worten: Die meisten Verbraucher wissen ganz genau, wie sie sich im Netz schützen können, doch nur die wenigsten können die Selbstmotivation aufbringen, um zu den nötigen Mitteln zu greifen.

Das bestätigen auch die Zahlen der "Gutgläubigen": Mit 35,6 Prozent gehören 2019 die meisten Deutschen dieser Kategorie an, zuvor waren es noch 3,3 Prozent weniger. So bejahten immerhin 2,2 Prozent mehr Befragte die Aussage: "Solange mir nichts passiert, sehe ich keinen Grund, mein Sicherheitsverhalten zu ändern".

Folglich tut es uns allen gut, ein paar Sicherhreitsmaßnahmen beim Surfen im Internet zu treffen. Diese fünf Methoden schützen dich im Netz deutlich besser. Du weißt nicht, zu welcher Kategorie du gehörst? Mach diesen Test und finde heraus, ob du auf Phishing reinfallen würdest.

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