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19 Millionen Dollar-Betrug: Paketbote lässt iPhone-Diebe auffliegen

iPhone-Diebe wurden von einem Postboten überführt.
iPhone-Diebe wurden von einem Postboten überführt.
Foto: imago images/Westend61
Seit 2012 treibt eine Bande in den USA ihr Unwesen. Ihre Masche: iPhones und andere elektronische Geräte stehlen. Doch jetzt ist der Betrug aufgeflogen.

Die Geschichte der betrügerischen Bande beginnt schon vor einigen Jahren. 2014 wurden das New York Police Department (NYPD) und das Federal Bureau of Investigation (FBI) auf sie aufmerksam. Doch tatsächlich sollen sie schon seit 2012 aktiv gewesen sein. Seitdem haben die Diebe bis heute elektronische Geräte im Gesamtwert von 19 Millionen US-Dollar gestohlen. Darunter vor allem iPhones. Die Behörden konnten nun endlich Verdächtige fassen.

Millionenschwere Beute: iPhones auf Diebesliste ganz oben

Über sieben Jahre hinweg sollen sechs Verdächtige sich als Handy-Abonnenten ausgegeben haben. Sie agierten von der US-Metropole New York aus und konnten mit dieser betrügerischen Masche Geräte für geringe Summen oder sogar umsonst ergaunern. Die nun veröffentlichte Klageschrift der Bundesanwaltschaft und des NYPD umfasst Punkte des E-Mail-Betrugs, der Verschwörung sowie des verstärkter Identitätsdiebstahls.

Für ihre Masche verwendeten die Diebe gefälschte Ausweise und Kreditkarten, mit denen sie die Handy-Läden aufsuchten. Sie gaben sich als potenzielle Neukunden aus oder machten ihr Interesse kund, ein bestehendes Abonnement zu verlängern und auf diese Weise ein neues Modell zu erhalten. Den Staatsanwälten zufolge operierte der Ring zwar von New York aus, betrog jedoch Einzelhändler in insgesamt 34 Staaten der USA.

iPhone-Fakten

Behörden bereiten Betrug ein Ende

Mit der Hilfe eines "kooperierenden Zeugen", der im Bericht des NYPD CW-1 genannt wird, haben die Behörden einen Einblick in die Abläufe der Bande bekommen und ihre Methoden aufgedeckt. Die Anführer der Truppe nannten sich selbst die "Top Dogs" und schlugen in der Regel den meisten Gewinn aus den Aktionen. Weiter unten standen jene Komplizen, die Ausweise und Kreditkarten fälschten und ganz unten die "Läufer".

Als einer dieser Läufer war es die Aufgabe von CW-1, die Einzelhändler zu besuchen. Er habe insgesamt rund 18 dieser Trips, bei denen er stets von einem Fahrer begleitet wurde, mitgemacht und für jedes ergaunerte Gerät eine Provision von 100 US-Dollar bekommen. Die Behörden kamen ihnen tatsächlich nur auf die Schliche, weil der Versand-Service, den die Gauner nutzten, um ihre Beute zurück nach New York zu verfrachten, misstrauisch wurde.

Das führte dazu, dass zwei der Mitglieder festgenommen und 250 Handys beschlagnahmt wurden, ebenso wie gefälschte Ausweise, Kreditkarten und Führerscheine. Nun wurde dem Treiben des Rings endgültig ein Ende bereitet. Doch sind sie nicht die ersten Betrüger mit einer Vorliebe für iOS-Geräte. Erst vergangenes Jahr zwangen iPhone-Betrüger Apple zu drastischem Schritt.

Nicht der erste Betrugsfall, der Apple betrifft: Auch Studenten konnten mit einem iPhone-Trick eine Millionen US-Dollar ergaunern.

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