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Achtung, Sicherheitslücke: Dieser Browser spioniert dich aus

Google Chrome lässt Cookies automatisch beim Surfen im Internet zu.
Google Chrome lässt Cookies automatisch beim Surfen im Internet zu.
Foto: imago images/allOver-MEV
Ohne Internet geht es heutzutage kaum noch. Ob Firefox, Chrome oder Safari – User sollten auf sicheres Surfen setzen. Doch das ist gar nicht so einfach, wenn dein Browser dich schon ausspionieren lässt.

Google Chrome zählt zu den beliebtesten Browsern der Welt. Auf zwei von drei Geräten ist das Internet-Tool zu finden. Doch nun wurde Google Chrome von der Washington Post auf Herz und Nieren getestet – dabei kam der Browser überhaupt nicht gut weg.

Google Chrome im Visier der Kritiker

Im Test der Washington Post stachen drei Kritikpunkte gegenüber Google Chrome besonders hervor:

  1. Der Browser akzeptiere sämtliche Cookies. Darunter auch Tracking-Cookies von Drittanbietern.
  2. Die Sync in Chrome aktiviere sich automatisch, nachdem man sich in Gmail angemeldet habe.
  3. Bei einer Suchanfrage auf Android-Handys schicke Chrome automatisch die aktuelle Position des Smartphones mit. Das passiere auch, wenn die Einstellung Standort teilen deaktiviert worden sei.

Harte Kritik gegen Google Chrome. Doch was steckt eigentlich wirklich dahinter?

Cookies von Drittanbietern: Du kannst dich davor schützen

Browser leben von der Werbung, doch trotzdem sollten sie in erster Linie den Datenschutz für ihre User garantieren. Auch Firefox hat kürzlich einen Tracking-Schutz für Drittanbieter als Standardeinstellung übernommen. Dieser ist zwar nur minimal, da die Befürchtung naheliegt, dass viele Webseiten dann nicht mehr richtig funktionieren, aber der Schutz ist immerhin da.

In Chrome kannst du diese Einstellung ebenfalls vornehmen. Doch dafür musst du selbst einige Schritte durchspielen:

  • Gehe auf deine "Einstellungen".
  • Unter "Datenschutz und Sicherheit" findest du den Menüpunkt "Website-Einstellungen".
  • Klicke hier auf "Cookies".
  • Wähle "Drittanbieter-Cookies blockieren" aus.

Nun muss man Kritikpunkt Nummer 2 nochmal revidieren: Google Chrome schlägt lediglich vor, die Konten zu synchronisieren. Meldest du dich mit einem Google-Dienst in Chrome an, dann wird dir vorgeschlagen, dein Google-Konto zu synchronisieren. Der User muss dann auf "Synchronisation aktivieren" klicken. Kritikpunkt Nummer 3 kannst du ebenfalls selbst lösen, indem du in deinem Android-Handy die Einstellung "Web- & App-Aktivitäten" deaktivierst.

Wechsle den Browser für mehr Sicherheit

Insgesamt lässt sich sagen, dass der Test der Washington Post uns nichts anderes verrät, als das, was wir schon wussten: Google lebt von unseren Daten. Doch du kannst diesen Zugriff sowohl in Chrome als auch auf deinem Android einschränken. Legst du besonderen Wert auf Datenschutz, dann bleibt dir letztendlich nur eine Möglichkeit: Wechsle deinen Browser.

Firefox ist eine gute Alternative. Noch mehr Datenschutz bieten Browser wie Tor Browser oder Cliqz Browser. Wichtig wäre nur, dass du bei den Alternativen auch immer das neuste Update installiert hast.

Erst kürzlich stellte Google Chrome eine Erweiterung vor, bei der User bösartige Webseiten melden können. Willst du am Handy anonym surfen, dann haben wir auch dafür Tricks für dich parat.

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