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Funkloch adé: Haben wir mit dieser neuen Technik bald überall Empfang?

Gerade in Deutschland hat man außerhalb von Städten oft keinen Empfang.
Gerade in Deutschland hat man außerhalb von Städten oft keinen Empfang.
Foto: imago images / Ralph Peters
Mesh statt Mobilfunk: Die neue Technologie könnte dafür sorgen, dass Empfang-Probleme von gestern sind. Das steckt dahinter.

Gerade in Deutschland, wo der Netzausbau hinterher hinkt, kennen einige das Problem: Funklöcher. Gerade auf dem Land kann man sein Handy oft nur nutzen, um Fotos zu machen oder sich die Uhrzeit anzeigen zu lassen. Der Smartphone-Hersteller Oppo hat gerade eine Technik vorgestellt, mit der man mit dessen Smartphones auch dann telefonieren und surfen kann, wenn der Empfang weg ist. Die sogenannte Mesh-Technik soll nicht auf Mobilfunk, sondern auf kilometerweite Direktverbindungen zwischen Geräten setzen.

Überall Handy-Empfang: Mesh soll's möglich machen

Oppos Plan: Wenn die Smartphones des Herstellers den Mobilfunkempfang verlieren, wird die Verbindung anderer sich in der nähe befindenden Oppo-Smartphones mitgenutzt. Die Technik gibt es bereits bei modernen WLAN-Systemen, dort wird sie Mesh genannt. Sie soll garantieren, dass auch Nutzer in Funklöchern mit Mobilnetz versorgt werden können.

Wir funktioniert das?

Laut Angaben des Herstellers wird die Mesh-Verbindung über einen integrierten Chip hergestellt. So soll es möglich sein, Geräte miteinander zu verbinden, die bis zu drei Kilometer voneinander entfernt sind.

Oppo wirbt damit, dass die Verbindung stark genug ist, um Datenverbindungen und Telefonate zu ermöglichen – ohne dabei den Stromverbrauch in die Höhe zu treiben.

Vieles ist noch unklar

Das klingt alles sehr schön, doch in Sachen technische Umsetzung sind noch einige Fragen offen. Oppo stellt derzeit das Konzept vor, allerdings keine Geräte, die Mesh-Verbindungen aufbauen können.

Oppo-Smartphones sind im Westen noch nicht sonderlich weit verbreitet – die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Nutzer des gleichen Herstellers im Umkreis von drei Kilometern befindet, wenn das eigene Netz versagt, ist also ziemlich unwahrscheinlich. Die Lösung müsste also auch mit den Geräten anderer Hersteller kompatibel sein.

Auch Sicherheitsbedenken werden laut: Ist die Verbindung, die sich über mehrere Kilometer erstrecken soll, verschlüsselt? Kann garantiert werden, dass die Daten der Nutzer geschützt sind?

Das Potential ist da

Die Arbeit an Mesh-Verbindungen ist also noch nicht komplett getan. Es sollte sich jedoch lohnen, die Technologie weiterzuentwickeln: Wenn mehrere Hersteller kooperieren, könnte die Anzahl der Funklöcher deutlich reduziert werden.

Solange dir noch keine Mesh-Verbindungen aus Funklöchern helfen können, solltest du es mit diesen drei Tipps für besseren Empfang versuchen. Dein WLAN-Signal ist zu schwach? Diese 10 Wege führen dich zu besserm WLAN-Empfang.

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