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Vom "Arschloch" zum Zauberer: Was Bill Gates von Steve Jobs hält

Bill Gates stand Steve Jobs mit vielen Widersprüchen gegenüber.
Bill Gates stand Steve Jobs mit vielen Widersprüchen gegenüber.
Foto: AP / Elaine Thompson
Microsoft und Apple sind Konkurrenten. Entsprechend äußerte sich auch Bill Gates in der Vergangenheit über Apple-Gründer Steve Jobs. Doch hat er wohl auch einiges für ihn übrig.

Am Sonntagabend sprach Microsoft-Gründer Bill Gates über die Kräfte und Schwächen seines einst größten Konkurrenten Steve Jobs. Bei Fareed Zakaria GPS auf dem Nachrichtensender CNN erzählte er nahezu nostalgisch von seinen Zeiten als "moderner Zauberer", der seinerseits Jobs beim Verzaubern der Menschen zusehen konnte.

Steve Jobs als "Zauberer", "Blender" und "Arschloch"

"Ich muss erst eine zweite Person treffen, die Jobs in Bezug auf das Aufspüren und Hyper-Motivieren von Talenten das Wasser reichen kann" zitiert Bloomberg den 63-Jährigen. Noch dazu habe Jobs ein außergewöhnliches Gespür für gutes Design und konnte dies auch umsetzen. Zugleich stellte Gates die Zauberkünste des Apple-Gründers mit Täuschung gleich und bezeichnete ihn als einen "Blender".

Damit bezog er sich im Speziellen auf NeXT, den 1988 vorgestellten Computer, der "komplett versagte, das war derartiger Nonsens und dennoch hypnotisierte er diese Menschen". Schon in der Vergangenheit hatte Gates Jobs als "Arschloch" bezeichnet, nun ist er sich sicher, Anführer hätten es leicht, "die schlechten Eigenschaften von Steve zu imitieren". Dennoch habe er "einige unfassbar positive Dinge mit dieser Zähigkeit einhergehen lassen".

Bill Gates über das Microsoft von damals

In Reflektion auf die in den 70ern gegründete Microsoft Corp. sagte Gates, das Unternehmen habe in seiner Anfangszeit "eine selbst ausgewählte Gruppe von Leuten, die größtenteils Männer waren, zugegebenermaßen, und ja, wir waren ziemlich hart zu einander. Und ich denke manchmal ging das zu weit." Neben diesem kulturellen Auswuchs betrachtet Bill Gates vor allem Android als "einen der größten Fehler aller Zeiten".

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