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Mit einem Fingerwisch kannst du schon in einer fiesen Handy-Abofalle stecken

Mit einem Fingerwisch kannst du schon in der Handy-Abofalle landen.
Mit einem Fingerwisch kannst du schon in der Handy-Abofalle landen.
Foto: imago
Wunderst du dich, wieso deine Handyrechnung etwas höher als sonst ist? Das könne an dieser heimtückischen Handy-Abofalle liegen. So schnell kannst du auf die fiese Masche reinfallen.

Ein kleiner Fingerwisch auf deinem Handy, kann dich bereits in diese Abofalle tappen lassen. Du berührst ein Hintergrundbild, ein Spiel oder tippst einen Werbebanne an. Und schon steckst du ungewollt in der Handy-Abofalle. Das heißt es werden einfach 20 Euro oder mehr zusätzlich abgebucht. Bist du Opfer dieser hinterhältigen Masche geworden, solltest du schnell handeln.

Miese Handy-Abofalle: Das kannst du tun

Wie dieses ungewollte Abo zustande kommt, kann oftmals nicht mehr rekonstruiert werden. User wissen oftmals nicht, dass sie gerade durch einen Fingerwisch in eine Handy-Abofalle getappt sind. Erst ein Blick auf die Mobilfunkrechnung zeigt einem, dass irgendwas nicht stimmt. Aber wie können die Kosten über die Handyrechnung laufen? Bei Leistungen von Drittanbietern können Kosten über die Mobilfunkrechnung abgegolten werden, da der User durch die Handynummer identifiziert wird.

Normalerweise müssen Nutzer bei einem Vertragsabschluss bewusst auf einen Button klicken, auf dem so etwas wie "zahlungspflichtig bestellen" oder "jetzt kaufen" steht. Betrüger halten sich aber nicht an diesen Ablauf.

Vorsicht mit deinen Daten

Abhilfe gegen die Betrüger geben Redirect-Verfahren

Seit 2016 gibt es das Redirect-Verfahren. Es leitet den User beim Abschluss eines Abos normalerweise auf eine Provider-Bezahlseite. Der Käufer muss den Vertrag hier erneut bestätigen. Bei einem Abo erhält der Nutzer normalerweise auch eine Bestätigungs-SMS. Handyanbieter der Clean Market Initiative prüfen auch, welche Firmen die Abrechnung über den Handy-Vertrag erlauben.

Doch Cyber-Kriminelle können diese Verfahren immer noch umgehen, so Die Welt. Früher wurde oftmals berichtet, dass Werbebanner weggeklickt wurden und dadurch ein solches Abo ausgelöst wurde. Aktuellere Fälle berichten, dass plötzlich eine Bestätigungs-SMS über ein Abo empfangen wurde. Die Bundesnetzagentur hat die Antwort: Abo-Buttons seien oft hinter Texten oder Bildern versteckt.

Schnelles Handeln ist gefragt

Bemerkst du einen ungewöhnlichen Betrag auf deiner Handyrechnung, dann hast du acht Wochen für eine Beanstandung Zeit. Dafür müssen folgende Schritte beachtet werden.

  1. Welcher Dienst hat das Abo veranlasst? Das Geld wird meistens von einem weiteren Dienstleister abgebucht.
  2. Gibt es Kontaktinformationen auf der Rechnung?

Handelt es sich um einen Drittanbieter, sollte der Kunde dem Vertrag widersprechen und das Geld zurückfordern. Zeitgleich sollten Opfer auch einen Brief an den Mobilfunkanbieter senden und ihn über den Widerspruch informieren und damit das Geld ebenfalls zurückfordern. Anbieter sind normalerweise kulant, um die Kundenzufriedenheit sicherzustellen.

Fazit: So kommst du aus der Handy-Abofalle wieder raus

Wurde das Geld aber schon abgebucht, wird es schwierig. Per Lastschrift kann der überzogene Betrag zurückgebucht werden. Lass dich aber auf keinen Fall von Mahnverfahren einschüchtern. Der Drittanbieter müsste deinen genauen Abo-Abschluss nachweisen und das fällt ihnen meistens schwer.

Wirklich geschützt bist du vor solchen Handy-Abofallen aber nur, wenn du deinen Mobilfunkanbieter um die Drittanbietersperre bittest. Diese kann kostenlos auf Anfrage eingerichtet werden. Vielleicht kannst du diese sogar selbst in deinem Kundenbereich einrichten. Aber im Zweifelsfall hilft auch ein Anruf bei der Hotline.

Hast du Angst vor Handy-Fallen? Dann schütze dich am besten vor einer Abzocke. So erkennst du übrigens, ob dein Handy gehackt wurde.

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