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Kreditkarten von Airlines: Sollte man Verträge wirklich im Flugzeug abschließen?

Vieles spricht gegen Airline-Kreditkarten, die einem im Flugzeug angeboten werden.
Vieles spricht gegen Airline-Kreditkarten, die einem im Flugzeug angeboten werden.
Foto: iStock/izusek
Als Passagier im Flugzeug werden einem nicht nur Duty-Free Parfums angedreht. Oft locken Airlines auch mit Kreditkarten, die Sonderkonditionen versprechen.

Wenn das Boardpersonal im Flugzeug etwas verkaufen will, kann es ganz schön überzeugend sein. Wer dann mal ein paar Duty-Free Produkte zu viel mit nach Hause nimmt, könnte sich später etwas ärgern. Besonders Banking-Verträge sollte man eigentlich in Ruhe und erst nach einem Anbietervergleich abschließen. Was steckt hinter den Kreditkarten von Airlines?

Flugzeug statt Bank: Was können die Kreditkarten der Airlines?

Airlines bewerben ihre Kreditkarten mit Bonusangeboten und Flugticket-Rabatten. Dennoch raten Experten dazu, derartige Verträge nur mit festem Boden unter den Füßen abzuschließen.

"Der Hauptgrund ist, dass das Angebot im Flugzeug in vielen Fällen nicht so gut ist wie andere, die öffentlich verfügbar sind. Wenn du im Flugzeug sitzt, kannst du die Konditionen nicht mit denen anderer Angebote vergleichen", so Scott Keyes, CEO von Scott's Cheap Flights.

Auch Sara Rathner von Nerd Wallet äußerte gegenüber Business Insider Bedenken: "Auch wenn die Angebote attraktiv wirken, gestresst sollte man keine finanziellen Entscheidungen treffen – und Flugreisen sind stressig. Wenn du regelmäßig mit derselben Airline fliegst und immer wieder über das Angebot nachdenkst, lohnt sich eine Recherche vor dem nächsten Flug. So weißt du, ob das Angebot wirklich besser ist als das von herkömmlichen Banken."

Auch Datenschutz ist bedenklich

Außerdem ist ein Vertragsabschluss an Bord nicht die sicherste Art und Weise, um persönliche Informationen zu teilen. Bei Online-Geschäften über das öffentliche Flugzeug-WLAN kann der Schutz von Nutzerdaten durchaus gefährdet sein.

Auch Papierverträge bergen ein bedenkliches Risiko: Es ist unklar, wer die Informationen sieht, bevor sie bei der jeweiligen Kreditkartenfirma eingehen.

Vorsichtig sollten auch Apple-Pay Kunden sein: Das Kleingedruckte der Apple Card enthält unangenehme Details. Wem man sein Geld anvertraut, sollte gut überlegt sein: Ein N26-Kunde wurde um 80.000 Euro betrogen und die Bank ließ ihn warten.

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