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Ex-Mitarbeiter packen aus: Missstände und Pfusch bei Tesla

Tesla-Autos
Mo, 13.05.2019, 12.26 Uhr

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Elon Musk, mehrfacher CEO und Tesla-Chef, scheint seinen Mitarbeitern einiges zuzumuten. Nun kommt heraus: Darunter leidet auch die Qualität der Autos.

Fehlende Schrauben werden durch Klebeband ersetzt, die Angestellten arbeiten unter Hochdruck und enormer Hitze – so sollen die Bedingungen beim US-Autobauer Tesla aussehen. Grund dafür sei der extreme Druck, den CEO Elon Musk seinen Mitarbeitern mache. Ehemalige packen aus und verraten, was wirklich hinter den Mauern des Konzerns vor sich geht – insbesondere in der Zeltproduktionshalle GA-4.

Doch keine Übergangslösung? Die Zelthalle GA-4 bei Tesla

Ursprünglich sollte die Produktionsstätte General Assembly 4 lediglich als Übergangslösung herhalten. Anders als auf den Innenmontagelinien sollte in dem gewaltigen Zelt seit der Inbetriebnahme 2018 vorrangig händisch gearbeitet werden. Doch hilft auch das Wegbleiben von großen Maschinen anscheinend nichts, wenn die Mitarbeiter in der Außenanlage den Wetterbedingungen ausgeliefert sind.

Dem Nachrichtensender CNBC gegenüber sollen sich ehemalige Mitarbeiter zu den Bedingungen in der der Zelthalle GA-4 geäußert haben. Die Angestellten, die dort arbeiten, sollen unter der extremen Hitze unter Erschöpfung und Hitzeausschlägen leiden – der Zeitdruck verschlimmere die Lage zusätzlich.

Elon Musk macht Druck: Leidet die Qualität?

Fehlten Schrauben, Muttern oder ähnlich kleine Komponenten, habe man in GA-4 gerne einmal ein Auge zugedrückt. Um Zeit und Kosten zu sparen, habe man sich außerdem die eine oder andere provisorische Lösung einfallen lassen. So sollen schnelle Reparaturen zum Teil sogar mittels Isolierband getätigt worden sein, Risse an Kunststoffteilen seien mit speziellem Klebeband behoben worden. Der Druck rühre dabei vor allem von den ambitionierten Zielen der Model 3-Produktion her.

Elon Musk: Visionen und Ideen
Elon Musk: Visionen und Ideen

"Wir arbeiten hart daran, ein sicheres, faires und möglichst spaßiges Arbeitsumfeld zu kreieren", wehrte sich der Autobauer in einem Statement gegen die Behauptungen seiner ehemaligen Mitarbeiter. Sie seien irreführend und spiegelten nicht die tatsächliche Praxis des Tesla-Konzerns wider. So werde jedes Modell vor der Auslieferung gemessen an hohen Qualitätsstandards geprüft, um seine Unversehrtheit und Sicherheit zu gewährleisten.

Kein Gratis-Laden am Tesla-Supercharger

Gerade erst hatte Tesla unter CEO-Elon Musk seine neue V3-Supertankstelle in Betrieb genommen – sie soll täglich 1.500 Kunden versorgen. Nun kündigte der Autobauer an, die Fahrer gebrauchter Modelle würden nicht so stark davon profitieren wie erwartet. Kostenloses Superchargen für gebrauchte Tesla-Modelle ist damit Geschichte.

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