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Tesla-Besitzer greifen durch: Warum ein Model S für Falschparken zerlegt worden ist

Für den Fahrer des Tesla Model S dürfte die Aktion ein kleiner Schock gewesen sein. (Symbolbild)
Für den Fahrer des Tesla Model S dürfte die Aktion ein kleiner Schock gewesen sein. (Symbolbild)
Foto: AP / Chuck Burton
Tesla-Besitzer verstehen scheinbar keinen Spaß. Einen Falschparker aus den eigenen Reihen kostete sein Verhalten jetzt die Stoßstange.

Da wird ein Tesla-Fahrer sicherlich nicht schlecht gestaunt haben, als er zu seinem Wagen zurückkehrte. Denn statt direkt mit seinem Tesla Model S losfahren zu können, musste er sich erst einmal darum kümmern, die Stoßstange wieder an das Elektroauto zu montieren. Die hatten ihm nämlich scheinbar genervte Fahrer anderer Tesla-Modelle abmontiert – aus einem einfachen Grund.

Tesla-Fahrer machen kurzen Prozess mit falschparkenden Model S

Tesla-Fahrer verstehen keinen Spaß, wenn es um die als Supercharger bezeichneten Stromladestationen geht. Das musste nun auch der Besitzer eines Tesla Model S in China lernen. Der Fahrer des Elektroautos stellte seinen Flitzer an einem der Tesla-Ladepunkte ab – allerdings ohne ihn dort auch tatsächlich mit Strom zu versorgen. Supercharger als kostenfreie (oder zumindest kostengünstige) Parkplätze benutzen, das sieht die Tesla-Community gar nicht gerne.

Auch der Automobilhersteller selbst hat etwas dagegen. So habe das Unternehmen bereits saftige Geldstrafen für solche Fahrer eingeführt, die ihre Elektroautos nach erfolgreichem Laden nicht schnell genug wieder umparken. Allerdings: Dieses System greift nur, wenn der Wagen überhaupt mit dem Ladesystem verbunden ist. Das hatte der Fahrer in China offenbar gar nicht erst getan – und die Ladestation damit einfach als Parkplatz missbraucht, wie electrek schreibt.

Stoßstange ab, Fronthaube geöffnet – ob das hilft?

Andere Fahrer fackelten daraufhin nicht lange und erteilten dem Falschparker eine Lektion. Kurzerhand montierten sie einfach die Stoßstande des teuren Elektrowagens ab und öffneten die Fronthaube des Wagen. Dann platzierten sie die Stoßstange dekorativ vor dem Tesla Model S, wie ein Twitter-User berichtete.

Gemischte Reaktionen

Die Antworten auf den Tweet fallen radikal aus: "Das ist noch zu nett. Schlagt ihm alle Scheiben ein. Steckt das Kabel an oder parkt woanders!", bekundete ein User. "Verdient! Das ist kein Parkplatz. Wenn ich laden müsste und wegen so etwas nicht könnte, würde ich das gleiche tun"!, so in anderer.

Doch nicht alle Antworten auf die Aktion mit dem Tesla Model S zeugten von Zustimmung. "Ich glaube nicht, dass der Besitzer oder irgendwer sonst, der das hier liest, so etwas nochmal machen wird. Ziel erreicht!"

Vandalismus gegen Tesla Elektroautos bekanntes Phänomen

Vielleicht kann ja die neuste Generation von Teslas Superchargern die ungeduldigen Kunden ein wenig zähmen? Denn die von Tesla als V3 Supercharger bezeichnete Ladestation in Las Vegas soll täglich bis zu 1.500 Tesla-Fahrzeuge mit Strom versorgen können. Reichlich Kapazität also und vielleicht auch genug, um einen Falschparker nicht gleich auf so rabiate Weise abzustrafen.

Vandalismus gegenüber Elektroautos von Tesla ist nichts Neues. Aber eigentlich geht die Beschädigung der teuren Wagen in der Regel von Tesla-Hassern aus. In diesem Fall scheinen es jedoch andere Kunden des Konzerns gewesen zu sein, die dem Tesla Model S zu nahe kamen. Dabei sollten sie es eigentlich besser wissen – denn dank des sogenannten Sentry-Modus, konnte schon der ein oder andere Übeltäter dingfest gemacht werden. Auch Audi nutzte Teslas Supercharger-Stationen nun auf gemeine Weise aus, um Werbung für die eigenen E-Autos zu machen.

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