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YouTube: Ausgerechnet diese Videos werden am meisten geklickt

Die beliebtesten YouTube-Videos haben ein überraschendes Merkmal gemeinsam.
Die beliebtesten YouTube-Videos haben ein überraschendes Merkmal gemeinsam.
Foto: iStock/pressureUA
Dass ausgerechnet diese Kategorie von YouTube-Videos so hohe Klickzahlen erzielt, überrascht. Denn: Mit der Zielgruppe des Netzwerks hat sie recht wenig zu tun.

Schaut man sich die Trending-Videos auf der Startseite von YouTube an, ist nur selten ein Muster erkennbar. Welche Inhalte auf der Plattform gut ankommen, ist schwer zu sagen. Forscher des Pew Research Centers haben in einer breiten Untersuchung herausfinden können, welche Clips Klickgaranten sind. Ihr Ergebnis überrascht: Ausgerechnet das haben die beliebtesten YouTube Videos gemeinsam.

YouTube: Das haben die beliebtesten Videos gemeinsam

Um mehr über das Mysterium YouTube zu erfahren, hat das amerikanische Meinungsforschungsinstitut Videos ausgewertet, die in der ersten Januar-Woche dieses Jahres hochgeladen wurden. Die Daten wurden über das YouTube-API, also die Programmierschnittstelle der Plattform, erfasst. Im Rahmen der Studie haben die Forscher 43.770 YouTube-Kanäle untersucht, die jeweils mindestens 250.000 Abonnenten haben. Das ist eine riesige Menge an Inhalten. Denn: 56 Prozent dieser Kanäle hat mindestens ein Video in diesem Zeitraum hochgeladen, einige sogar mehrere.

In Summe macht das: 243.254 Videos mit einer Gesamtlaufzeit von 48.000 Stunden.

Das YouTube-Erfolgsgeheimnis ist gelüftet

Eine Unmenge an Daten, die eins deutlich zeigt: Was Videos auf YouTube erfolgreich macht sind Kinder. Genauer gesagt werden Videos dann gut geklickt, wenn sie Kinder zeigen oder für Kinder gemacht sind, zum Beispiel Cartoons.

Zwar machen die für Kinder konzipierten Videos auf YouTube nicht die Mehrheit aus, allerdings sind sie im Durchschnitt deutlich länger. Wenn Kinder in einem Video vorkommen, erhöht sich die Anzahl an Klicks im Schnitt auf das Dreifache.

Die bunte Welt des Streaming

Zielgruppe verfehlt?

Das überrascht, denn die eigentliche Zielgruppe ist eine andere: "Wir haben immer deutlich gemacht, dass YouTube nie für Nutzer unter 13 Jahren gedacht war", so der Sprecher der Plattform.

Darüber hinaus gibt es ein gesondertes Angebot für Kinder, YouTube Kids. Hier haben Eltern außerdem die Möglichkeiten, zu kontrollieren, was ihre Kinder sehen.

Und das wird immer wichtiger, denn Kinder können auf YouTube nur begrenzt vor expliziten Inhalten geschützt werden. In scheinbar unschuldigen Clips werden Kinder dazu aufgefordert, sich selbst zu verletzen. Dass YouTube gerade für Kinder aber nicht immer der beste Ort im Netz ist, ist nicht neu. So gab es Beschwerden über Horrorfilm-Werbung, die vor Kindervideos eingespielt wurde.

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