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Finger weg von diesem Microsoft-Browser! Er hat diesen gefährlichen Nachteil

Sieh dich lieber nach einer Alternative zum Edge Browser von Microsoft um.
Sieh dich lieber nach einer Alternative zum Edge Browser von Microsoft um.
Foto: iStock/urbazon
Sind dir deine Online-Daten wichtig, solltest du auf einen bestimmten Browser besser verzichten. Denn allzu leicht können Informationen über dich ausgelesen werden. Immerhin gibt es sichere Alternativen.

Mit dem Browser Edge hatte Microsoft von Anfang an keinen Erfolg. Eigentlich sollte er den als marode geltenden Internet Explorer ersetzen und ein gefährlicher Konkurrent für Googles Chrome und Mozilla Firefox werden. Gefährlich ist er allerdings nicht für die Wettbewerber, sondern für die Nutzer. Wir zeigen dir, warum und auf welche Alternativen du zurückgreifen kannst.

Browser Edge eine Gefahr: Diese Daten zieht er sich von dir

Microsoft wird sich aktuell die guten, alten Zeiten zurückwünschen, in denen der Internet Explorer die größten Marktanteile hielt. Die Mehrheit der Internetnutzer ging über diesen Browser ins Netz. Mit zunehmender Konkurrenz von Google und Co. wuchs allerdings das Bedürfnis nachzubessern. Chrome und Firefox waren einfach besser geworden. Der Edge Browser sollte es richten – doch hat es nie geschafft. Aus einfachen Gründen.

Auch du solltest besser die Finger von Microsofts Browser lassen. Denn vor einigen Tagen hat ein Twitter-User herausgefunden, dass er anscheinend die kompletten URLs, die du eingibst und besuchst sowie deine Nutzer-ID an Microsoft weiterleitet. Das Sicherheitstool SmartScreen soll dafür verantwortlich sein, weil es dadurch alle Websites auf Malware prüft.

Das klingt sinnvoll, weil es deinem Schutz im Internet gilt. Das Problem: Die Websites werden vorher nicht mit einer Hashfunktion verschlüsselt. So können sie von Microsoft leicht ausgelesen werden. Das ist bei Konkurrenzprodukten wie Firefox nicht so. Mit Screenshots will der Twitter-User die Methode beweisen.

Das ist aber noch längst nicht alles. Microsoft weist in seiner Datenschutzerklärung sogar explizit darauf hin, Statistiken anonym zu erheben. Mit der Methode des URL-Trackings, die sowohl die Acccount-IDs als auch alle Websitedaten sammelt, kann man aber nicht von anonym sprechen. Sie lässt zu große Rückschlüsse auf einzelne Nutzer zu. Umso erstaunlicher war die Tatsache, dass Microsoft Windows 10-User sogar zur Nutzung von Edge drängen wollte.

Das sind sichere Edge-Alternativen

Willst du die Methode des Edge Browsers umgehen, kannst du den SmartScreen-Filter in Windows 10 deaktivieren. Das geht so:

  1. Navigiere in den Einstellungen zum Punkt "Update und Sicherheit".
  2. Links wählst du den Menüpunkt "Windows-Sicherheit".
  3. Gehe dann zum Unterpunkt "App- & Browsersteuerung".
  4. Dort kannst du den SmartScreen deaktivieren.
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Selbst Microsoft wendet sich aber bereits vom "alten" Edge ab und entwickelt eine neue Version auf Chromium-Basis. Vorabversionen lassen sich bereits laden, doch auch im Mai-Update 2019 steckt noch die "alte" Version. Wann genau der Wechsel ansteht, ist noch unklar.

Aber es gibt auch Alternativen zum Edge Browser. Zum Beispiel kannst du auf Googles und Mozillas Browser Chrome und Firefox zurückgreifen, die mit deinen Daten deutlich sicherer und anonymer verfahren.

Willst du wirklich anonym surfen, versuch doch auch den Brave Browser. Er blockt jegliche Werbung, alle Tracker und Cookies sowie all deine Fingerabdrücke, die du im Internet hinterlässt. Seit Kurzem ist auch der Tor Browser endlich als Android-App verfügbar. Mit dem Darknet-Browser bist du komplett unsichtbar unterwegs – und du kannst sogar noch Webseiten außerhalb des World Wide Web ansehen. Außerdem kannst du dir unsere Tipps zum anonymen Surfen anschauen.