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Wirkung wie Asbest: Faltbare Handys könnten uns richtig gefährlich werden

Faltbare Handys  werden der nächste Hype auf dem Smartphone-Markt. Doch sie sollen auch gefährlich für uns sein.
Faltbare Handys werden der nächste Hype auf dem Smartphone-Markt. Doch sie sollen auch gefährlich für uns sein.
Foto: iStock/Iaremenko
Smartphone-Hersteller wie Samsung oder Huawei arbeiten schon fleißig daran, ein faltbares Handy auf den Markt zu bringen. Doch diese Geräte könnten für uns richtig gefährlich werden.

Eigentlich sollen faltbare Handys den Smartphone-Markt revolutionieren. Doch beim ersten Versuch scheiterte Samsung kläglich sein Galaxy Fold pünktlich auf den Markt zu bringen. Display-Probleme waren Schuld daran. Doch die technische Umsetzung ist nicht das einzige Problem, das die Falthandys mit sich bringen. Sie sollen tatsächlich auch eine Gefahr für ihre User bergen.

Diese Gefahr lauert in faltbaren Handys

Die Produktion von faltbaren Handys gestaltet sich als sehr kompliziert. Um das Display faltbar zu machen, müssen hauchdünne Nanodrähte aus Silber verwendet werden. Bei der genaueren Betrachtung dieser Drähte mussten Forscher der Princeton University eine erschreckende Erkenntnis machen: Diese Nanodrähte haben eine extrem gesundheitsschädliche Wirkung für uns Menschen.

Tatsächlich hat sich herausgestellt, dass je nach Beschaffenheit der Drähte eine ähnliche Wirkung wie Asbest für unsere Lunge auf unserer Haut besteht. Brechen diese Nanodrähte in den faltbaren Handys ab, dann können sie in unsere Haut gelangen. Dabei täuschen sie unsere Zellen und bleiben wie Speere in der Zellmembran stecken, heißt es in dem Artikel in PNAS.

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Nanodrähte dringen in die Zellmembran ein

In einem Experiment setzten die Forscher Zellkulturen von Menschen und Tieren Bruchstücken der Nanodrähte aus. "Nahezu 100 Prozent der Silber-Nanodrähte wurden innerhalb von 24 Stunden von den Zellen aufgenommen", bestätigt Projektleiterin Sylvia Lehmann die Vermutung. Viele Zellen starben daraufhin.

Wie sicher die Nanodrähte in den faltbaren Handys verarbeitet sind, ist bislang nicht bekannt. Daher kann noch keine Aussage darüber getroffen werden, ob die Gefahr des Abbrechens wirklich gegeben ist. Wie bei jeder technischen Innovation wird es um die Falthandys wohl auch wieder einen Hype geben.

Eine Lösung für das Abbrechen von Nanodrähten haben die Wissenschaftler ebenfalls finden können. Eine Dicke von 30 Nanometern bei den Drähten sollte das Risiko verringern. Dadurch würde sich die Zellverletzung verringern, ohne dass die Technologie von faltbaren Handys an Leistung verlieren würde.

Nach dem kläglichem Fehlstart, soll das Galaxy Fold nun doch bald auf den Markt kommen. Das iPhone Z bringt Falthandys auf ein neues Level.

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