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Nicht zum ersten Mal: Tesla-Pedal bricht und wird zur Lebensgefahr

Mo, 13.05.2019, 12.26 Uhr

Tesla-Autos

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Das Tesla Model X gilt wie auch die anderen Fahrzeuge des Herstellers als überwiegend sicher. Dieses Bild könnte sich nun jedoch grundlegend ändern.

Eigentlich gelten das Tesla Model X wie auch die anderen Fahrzeuge des Autobauers aus San Carlos als weitestgehend sicher. Die meisten Bedenken kommen dabei in Zusammenhang mit dem Autopiloten des Unternehmens auf, selten jedoch mit der Bauweise. Nun wird jedoch klar: Dort, wo es am wichtigsten wäre, kann man sich nicht auf den Hersteller verlassen. Nicht nur ein Fahrer musste das auf die harte Tour herausfinden.

Tesla-Pedal zerbrochen: Lebensgefährlicher Fehler

Bryan Yaninek, ein Tesla-Besitzer aus den USA, fuhr gerade nach einer roten Ampel weiter. Es war circa 02:00 Uhr morgens und er war auf dem Heimweg nach Colorado Springs. Als er auf das Gaspedal trat, geschah zunächst nichts Ungewöhnliches, sein Tesla Model X beschleunigte, doch dann ganz plötzlich verlor es an Tempo. Aufgrund der frühen Stunde konnte Yaninek sein Auto im seichten Verkehr am Fahrbahnrand zum Stehen bringen.

Doch was hatte diesen ungewöhnlichen Vorfall bewirkt? Als sein Fahrzeug zum Stehen gekommen war, konnte Yaninek einen Blick riskieren und stellte fest: Das Gas-Pedal lag losgelöst im Fußraum seines Teslas. "Ich trat drauf, habe aber nicht gestampft", zitiert Forbes den Fahrer. Doch sollte dieser nicht seinen Fahrstil verteidigen müssen, zumal es sich bei diesem schwerwiegenden Problem eindeutig um einen Fehler in der Entwicklung handelt.

Gas statt Bremse – aber nicht das erste Mal

Bei Yanineks Auto handelte es sich um ein 2017er Model X P100D. Eigentlich konzeptioniert für rasante Beschleunigung hatte der Besitzer nicht damit gerechnet, dass es überhaupt möglich wäre, das Gaspedal zu zerbrechen – man male sich aus, es wäre die Bremse gewesen. Vor rund zwei Jahren ereignete sich zudem ein Ganz ähnlicher Zwischenfall. Dabei handelte es sich zwar um ein Model S, doch um dasselbe Problem: ein Gaspedal aus Plastik.

Auch weitere Fälle fielen über die vergangenen Jahre in den Foren auf, die sich mit dem Autobauer Tesla auseinandersetzen, und auch das Unternehmen selbst reagierte bereits. "Der Kundenserver sagte, dass das Unternehmen sich des Fehlers bewusst sei", so Yaninek. In einem Tweet richtete er sich zudem direkt an CEO Elon Musk: "Mein Gaspedal brach in zwei. Gott sei Dank konnte ich zur Seite fahren. Das sollte nicht aus Plastik bestehen."

Kritische Stimmen weiter befeuert

Bereits im Juli hatten Ex-Mitarbeiter des Autobauers in verschiedenen Interviews auf Missstände und Pfusch bei Tesla aufmerksamgemacht. Zu diesem Zeitpunkt schien es noch ein wenig so, als wollten sie ihrem ehemaligen Arbeitgeber eins auswischen, nun jedoch werden die Vorwürfe immer nachvollziehbarer. Auch Aktionäre sehen die Methoden des Konzerns immer kritischer: Mit dem Tesla-Solardach ging Musk erst jüngst ein neues Risiko ein.

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