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Diese Mod verwandelt das Tesla Model S in eine Überwachungsstation

"Big Tesla is watching you!" Eine neue Mod macht aus einem gewöhnlichen Tesla Model S eine mobile Überwachungsstation.
"Big Tesla is watching you!" Eine neue Mod macht aus einem gewöhnlichen Tesla Model S eine mobile Überwachungsstation.
Foto: imago images / ZUMA Press
Orwellsche Szenarien finden nicht zuletzt durch Google, Amazon und Co. immer wieder Anklang in der Öffentlichkeit. Nun schafft Tesla jedoch einen Grund zur Besorgnis.

Das autonome Fahren ist auf dem Vormarsch und der Autobauer Tesla aus den USA spielt dabei eine nicht unwesentliche Rolle. Notwendig ist dafür jedoch eine ganze Palette von Sensoren und Kameras, die den Blick des Fahrers ersetzen und verbessern sollen. Da war es wohl nur eine Frage der Zeit, dass Bastler sich an eine Mod für das Tesla Model S machen, um es zu einer vollwertigen, mobilen Überwachungsstation umzufunktionieren.

Vom Tesla zum Überwachungsstation: das kann die Mod

Entwickelt wurde die Modifikation von Truman Kain, Senior Information Security Analyst bei Tevora. Es handelt sich dabei jedoch nicht lediglich um eine einfache Spielerei, sondern um die Verwandlung eines einfachen Tesla Model S in eine mobile Überwachungsanlage. Alles, was es dazu braucht, ist die Scout-Software, die Kain im Rahmen der DEF CON 27 vorstellte und ein NVIDIA Jetson Nano Entwicklerkit (Anzeige: bei Amazon für 162,99 €).

Tesla-Autos
Tesla-Autos

Doch beschränkt sich die Abwandlung, die sich mittels eines der USB-Ports des Fahrzeugs vornehmen lässt, nicht ausschließlich auf das Tesla Model S. So beschrieb der Analytiker, dass Scout auf Open-Source-Anwendungen wie TensorFlow und Yolo zurückgreife, um Nummernschilder und Gesichter zu erkennen und in Echtzeit auszuwerden.

Die entsprechende Kapazität liefert dabei eine MongoDB, mittels der Open Images-Datenbank von Google wurde die Machine-Learning-Komponente des Aufbaus trainiert.

DEF CON 27: Kain warnt Tesla-Fahrer

Doch scheint der Tevora-Analyst die Modifikation nicht etwa als Gefahr zu betrachten, sondern sieht vor, dass Fahrer sie selbst anwenden. So sollen sie dank der intelligenten Erkennung schnell und einfach feststellen können, ob sie über längere Zeiträume von einer bestimmten Person oder einem Fahrzeug verfolgt werden. Auch solle ein Alarm sich melden, wenn auffalle, dass dasselbe Auto regelmäßig nahe der Arbeitsstelle oder des eigenen Zuhauses auftauche.

Doch kann die Scout-Software längst nicht nur Nummernschilder, sondern auch Gesichter erkennen. Umso härter drängt sich die Frage auf, was passieren könnte, wenn die Modifikation missbraucht würde. Immerhin ähnelt George Orwells "1984" bereits stark dem Jahr 2019. Doch gibt es bereits Möglichkeiten, sich gegen Spionage zu wehren. So sollen europäische Unternehmen und Behörden bald über das Universum kommunizieren.

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