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Hacker werden immer kreativer: Neue Android-Handys sind bereits mit Viren infiziert

Dein neues Android-Handy könnte bereits einem Hackerangriff ausgesetzt worden sein.
Dein neues Android-Handy könnte bereits einem Hackerangriff ausgesetzt worden sein.
Foto: iStock/DMEPhotography
Kaufst du dir ein neues Smartphone, dann gehst du normalerweise davon aus, dass damit alles in Ordnung ist. Doch immer öfters kommen Android-Handys schadhaft in den Verkauf.

Hacker werden richtig erfinderisch, wenn es darum geht, Android-Handys anzugreifen. Natürlich versucht Google alles, um solche Angriffe abzuwehren. Da müssen sich die Kriminellen schon neue Schwachstellen überlegen, um Cyberattacken zu starten. Dabei gehen sie nun einen Schritt weiter und greifen Smartphones schon in der Produktionshalle an.

Google gesteht ein: Android-Handys sind in Gefahr

Tatsächlich ist es Hackern mittlerweile gelungen, Android-Handys bereits im Werkzustand mit schadhafter Software zu belegen. Doch wie viele Smartphones von so einer Attacke betroffen sind, war bisher nicht bekannt. Google nennt nun aber schockierende Zahlen: Über 200 Handy-Hersteller, die Smartphones mit dem Android-Betriebssystem produzieren, kämpfen mit serienmäßig installierten Schadprogrammen.

Diese Zahl deckten Maddie Stone und ihr Team von Googles Project Zero auf, wie cnet berichtet. Dabei soll es sich vor allem um günstige Modelle des "Android Open Source"-Projekts (AOSP) handeln. Diese Handys werden vor allem in China, Indien und Afrika angeboten. Doch das ist noch lange kein Grund sich in Sicherheit zu wägen. Diese Geräte kommen über China-Händler, eBay oder Amazon nämlich auch in Westeuropa in Umlauf, wenn Handy-Besitzer nach einer günstigen Alternative Ausschau halten.

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Handy-Besitzer sind oftmals machtlos

Warum Handy-Hersteller wie Samsung nicht betroffen sind, liegt vor allem daran, dass die großen Produzenten ihre Software selbst entwickeln. Kleinere Hersteller greifen auf die Software von Drittanbietern zurück. Darin ist dann oftmals die heimtückische Schadsoftware versteckt. Apps und Plug-ins werden im Hintergrund installiert, aber auch Werbebetrug ist möglich.

Wird erkannt, dass das Handy bereits in der Produktionshalle Opfer eines Hackerangriffes wurde, dann sind die Handy-Besitzer leider machtlos. Die Schadsoftware ist oft tief im Betriebssystem verankert. Die einzige Lösung: Die Installation einer "sauberen" Android-Firmware und regelmäßige Updates des Betriebssystems.

Google setzt daher auf die Zusammenarbeit mit den Handy-Herstellern. Auf diese Weise konnte die Zahl von 7 Millionen schadhafter Geräte auf 700.000 Android-Handys und -Tablets gesenkt werden. Dieses Tool knackt jedes neue Android-Handy und auch jedes neue iPhone. Damit hättest du nie gerechnet: Schlechte Laune schützt vor Hackerangriffe.

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