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Nach Telefonsex-Skandal: Microsoft spioniert auch bei der Xbox One

Zockst du gern auf der xBox One und führst intime Gespräche? Vorsicht, Microsoft hört zu.
Zockst du gern auf der xBox One und führst intime Gespräche? Vorsicht, Microsoft hört zu.
Foto: Pexels
Hoffentlich ist dir beim Zocken auf der Xbox One in den letzten sechs Jahren nichts allzu Peinliches herausgerutscht, denn Microsoft war live dabei.

Du hast noch immer nicht genug von den schier endlosen Berichten über Firmen, denen deine Privatsphäre völlig egal ist? Sehr gut. Denn nachdem Anfang des Monats bekannt wurde, dass Microsoft-Mitarbeiter Nutzer mithilfe von Skype beim Telefonsex belauschten, wurde nun bekannt, dass Microsoft auch via der so vertrauenswürdig erscheinenden Xbox One spioniert – und zwar bereits seit 2013. Wir verraten dir mehr.

Zocker-Hölle: Microsoft spioniert via Xbox One

Durch die Auswertung gesammelter Daten-Mitschnitte versuchen Konzerne wie Microsoft, ihre Assistenzsysteme zu verbessern. Im Sinne der Transparenz überarbeit der Hard- und Softwareentwickler derzeit jedoch seine Datenschutzerklärung und offenbarte kürzlich, dass Skype-Gespräche sowie Cor­ta­na-Spracheingaben von Mitarbeitern und Vertragspartnern nachträglich abgehört werden. Auf den von einem Dienstleister weitergegebenen Mitschnitten hätten Menschen beispielsweise intimste Beziehungsprobleme preisgegeben. Somit überrascht die Meldung, dass Microsoft auch Xbox One-Besitzer ausspioniert, nur geringfügig.

Ins Visier der Abhörspione gerieten dabei die Spracheinga­ben, die Konsolen-Nutzer tätigten. Laut einem Bericht von Motherboard werden Sprachbefehle bereits seit der Einführung der Xbox One Kinect-Kamera im Jahr 2013 gespeichert. In einigen Fällen wurden diese zur Analyse von Microsoft-Mitarbeitern sowie Vertragspartnern abgehört.

Vorsicht mit deinen Daten
Vorsicht mit deinen Daten

Besonders Kinder gerieten ins Visier der Abhörspione

In einem Großteil der Aufnahmen sollen Kinder mit der Konsole agiert haben, die die gängigen Befehle zur Steuerung der Konsole sowie In-Game-Optionen aktivieren wollten. Aber: In manchen Fällen wurden Kinect sowie daraufhin auch Cortana – ganz aus versehen, natürlich – aktiviert, sodass auch Mitschnitte von persönlichen Gesprächen aufgezeichnet wurden.

In den vergangenen Monaten waren die Microsoft-Konkurrenten Amazon, Apple und Google unter massive Kritik geraten, da sie private Gespräche von Nutzern belauschten, ohne diese auf die Praxis hinzuweisen. Doch das Misstrauen der Nutzer wächst fortwährend. Aufgrunddessen versuchen zahlreiche der großen Konzerne mittlerweile, von diesen Methoden Abstand zu nehmen und vermeintlich Transparenz walten zu lassen. Doch eine Aufklärung über Maßnahmen zur Datensammlung erfolgt zumeist nur im Kleingedruckten.

Übrigens können Xbox One-Benutzer aufatmen: Kinect und Cortana wurden für die Konsole mittlerweile eingestellt. Als iPhone-Besitzer hingegen könntest du noch immer in Gefahr sein. Denn: Diese drei Handy-Apps spionieren dich aus.

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