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In Zeiten von PayPal & Co.: Wieso dauern Online-Überweisungen eigentlich so lange?

Schnelles Internet ermöglicht uns so einiges. Aber Online-Überweisungen dauern immer noch einen Werktag. Warum eigentlich?
Schnelles Internet ermöglicht uns so einiges. Aber Online-Überweisungen dauern immer noch einen Werktag. Warum eigentlich?
Foto: imago images/Westend61
Tätigst du eine Online-Überweisung dann dauert das immer noch einen Tag, bis das Geld beim Empfänger ankommt. Doch warum ist das eigentlich so?

Wir brauchen nicht mehr minutenlang, bis das Modem sich mit dem World Wide Web verbindet. Mittlerweile sind wir im Genuss von schnellem Internet. Es ist bereits möglich via PayPal nahezu in Echtzeit Geld an deine Kollegen oder Freunde zu überweisen. Doch wieso dauert es dann eigentlich so lange, wenn du eine Online-Überweisung bei deiner Bank tätigst?

Online-Überweisung dauern lang, trotz schnellem Internet – aber wieso?

Mit unserem schnellen Internet ist es uns möglich, jederzeit über alles informiert zu werden und sogar immer erreichbar zu sein. Doch eins scheint sich all die Jahre nicht verändert zu haben: Online-Überweisungen nehmen immer noch mindestens einen Tag in Anspruch. Dabei sind wir es von anderen Transaktionen, die wir im Internet durchführen, anders gewohnt.

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Einen ganzen Werktag muss man ausharren, bis die eigene Rechnung beglichen ist. Aber wieso dauern Online-Überweisungen überhaupt so lange? Diese Frage hat ein Banken-Insider gegenüber t3n beantwortet. Auch in Zeiten von schnellem Internet braucht die Verarbeitung von Online-Überweisungen einfach etwas länger.

  • Banken sammeln täglich alle Aufträge der Online-Überweisungen bis spätestens 18.15 Uhr.
  • Diese werden an den Bankenverbund EBA Clearing (European Banking Association) weitergeleitet.
  • Der Zahlungsvorgang findet nicht über das Internet statt.
  • Banken verwenden hierfür das Gironetz. Dabei handelt es sich um ein eigenes Netzwerk, das die verschiedenen Kreditinstitute miteinander verbindet.
  • Das Netzwerk tätigt die Überweisungen und benötigt hierfür einen Tag, um die Beträge an die Empfänger zu überweisen.

Die Überprüfung hält die Online-Überweisung auf

Während des Überweisungsvorgangs finden verschiedene Prüfungen statt. Diese werden von einem automatisierten System übernommen. Überprüft wird beispielsweise, ob

  • genug Geld auf dem Konto des Bezahlenden ist
  • und ob ein Embargo gegen das Empfängerland vorliegt. Das ist ein staatliches Verbot für eine Person, in einem Land Handel zu betreiben.

Diese Prozesse um die Online-Überweisung seien einfach veraltet, wie der Insider betont. Daher dauert eine Zahlung trotz schnellem Internet immer noch so lange. Die Banken müssten die Prozesse überarbeiten, um die Überweisungen zu beschleunigen. Tatsächlich soll gerade an solch einem Standard gearbeitet werden. Die Niederlande würden bereits mit der neuen Struktur bezahlen. Auch Deutschland solle bald nachziehen.

Überarbeitung der Abläufe ist bereits im Gange

Tatsächlich bieten manche Kreditinstitute Echtzeit-Überweisungen, sogenannte Instant-Payments, schon an. Dies ist oftmals aber nur gegen eine Gebühr von bis zu 1,50 Euro möglich. Daher scheinen sowohl Online-Überweisungen mit einer kurzen Wartezeit und Bezahldienste wie PayPal für viele einfach noch etwas attraktiver zu sein.

Schnelles Internet hin oder her: Das sind die vier Tipps für sicheres Online-Banking. Noch kein PayPal-Kunde? So einfach ist es Geld mit PayPal zu überweisen.

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