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Vorsicht: Dieses neue Handy-Phänomen setzt deine Beziehung aufs Spiel

Phubbing setzt sich aus den Wörtern "Phone" und "Snubbing" zusammen.
Phubbing setzt sich aus den Wörtern "Phone" und "Snubbing" zusammen.
Foto: iStock/fotografixx
Seit es das Smartphone gibt, treten immer wieder neue Handy-Phänomene auf. Eine neue Variante, Phubbing, kann deine Beziehung gefährden.

Ob Dating-Trends wie Ghosting, oder der Begriff des Smombie (eine Kombination aus Smartphone und Zombie): Das Handy dominiert nun mal unseren Alltag. Ein neues Phänomen könnte sich aber nun als Beziehungskiller entpuppen: Phubbing. Wir klären dich auf, was dahintersteckt.

Phubbing: Droht jetzt das Beziehungs-Aus?

Was bedeutet eigentlich Phubbing? Es setzt sich aus den englischen Wörtern "Phone", das Telefon, und "Snubbing", jemanden vor den Kopf stoßen, zusammen. Mit Phubbing soll die Verhaltensweise bezeichnet werden, wodurch wir immer wieder im Alltag durch unser Handy abgelenkt werden und es beispielsweise für Unterbrechungen im Gespräch führt, weil man doch noch schnell eine Nachricht lesen möchte oder auf eine Message antwortet. Dein Gegenüber wird dadurch mit Unaufmerksamkeit bestraft.

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Phubbing wird als respektloses Verhalten empfunden

Gerade in einer Beziehung kann dieses respektlose Verhalten für die ein oder andere Auseinandersetzung sorgen. Dass solche Gesprächsunterbrechungen ihre Spuren in Partnerschaften hinterlassen, konnte nun eine Studie in Psychological Science belegen. Dazu wurden 350 Paare zwei Wochen lang nach ihrer Stimmung und die Kommunikation zu ihrem Partner befragt. Sie sollten angeben, inwiefern Störungen durch technische Geräte stattfanden. Darunter fielen:

  • Lesen und Schreiben von SMS
  • Das Bedienen des Computers oder des Fernsehers

Die Ergebnisse der Studie

Je mehr den Paaren solche Störungen auffielen, desto schlechter wurde auch die Kommunikation bewertet. Dabei kamen folgende Ergebnisse zum Phubbing raus:

  • Mehr als jeder zweite Teilnehmer gab an, dass es an zwei oder drei Tagen zu Unterbrechungen kam.
  • Mehr als jeder vierte Teilnehmer berichtete nur von einer einzigen Störung.
  • Jeder sechste Teilnehmer gab an, dass es jeden zweiten Tag oder öfters zu Kommunikationsunterbrechungen kam.

Phubbing-Studie kann nicht verallgemeinert werden

Die Autoren warnen allerdings vor einer Verallgemeinerung der Ergebnisse. Bei den Probanden handelte es sich nämlich um Paare, die nicht repräsentativ für die Bevölkerung sind:

  • Die Paare waren in einem Alter von Anfang 30.
  • Sie hatten ein Haushaltseinkommen von rund 70.000 US-Dollar.
  • Alle waren heterosexuell.
  • Die Paare waren bereits mindestens fünf Jahre zusammen und nahezu alle auch verheiratet.
  • Alle Teilnehmer waren Eltern von mindestens einem Kleinkind.

In erster Linie sei wohl entscheidend, ob die Partner sich in den täglichen Umgangsformen einig sind. Wenn das Senden oder Beantworten von Nachrichten nicht als Desinteresse empfunden wird, leidet auch keiner in der Beziehung darunter. Das Phubbing sei nicht ausschlaggebend, sondern eher die gemeinsamen Normen und Werte.

Wenn Phubbing dennoch der Grund für das Ende deiner Beziehung ist: So machst du respektvoll via WhatsApp Schluss. Handys sorgen nicht nur im Rahmen von Phubbing für Stress: So überwachen viele Menschen ihren Partner.

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