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Tesla rast in stehendes Feuerwehrauto: Autopilot war schuld

Übler Crash: Selbst der Autopilot des Teslas konnte nicht rechtzeitig reagieren.
Übler Crash: Selbst der Autopilot des Teslas konnte nicht rechtzeitig reagieren.
Foto: AP / ap
Aus einem Untersuchungsbericht geht hervor, dass der Autopilot des Teslas aktiviert war, als es zu dem Zusammenprall kam.

Bereits 2018 hat sich der schwere Unfall, bei dem ein Tesla Model S in einen stehenden Feuerwehrwagen krachte, in Kalifornien ereignet. Kürzlich hat die US-amerikanische Verkehrsbehörde NTSB ihren Abschlussbericht zu dem Vorfall veröffentlicht. Mit eindeutigem Ergebnis: Als es zu dem Crash kam, war der Autopilot des Elektrowagens aktiviert.

Schwerer Unfall: Teslas Autopilot war aktiviert

Dem Bericht zufolge war der Autopilot des Teslas zum Zeitpunkt des Aufpralls bereits seit 13 Minuten und 48 Sekunden aktiviert.

Zu dem Unfall kam es, weil der Mann mit seinem Tesla zunächst hinter einem großen Wagen fuhr und somit keine Sicht auf das Feuerwehrauto davor hatte. Als der große Pkw die Spur wechselte, konnte weder der Autopilot, noch der Fahrer rechtzeitig reagieren – es kam zum Crash. Verletzt wurde der Fahrer jedoch nicht.

Fahrer hat sich auf Autopilot verlassen

Aus dem Bericht geht außerdem hervor, dass der Fahrer seine Hände während der Aktivierung des Autopilots kaum am Lenkrad hatte. Das System forderte diesen zwar vier mal erfolgreich dazu auf, die Hände an das Lenkrad zu nehmen, zum Zeitpunkt des Aufpralls seien sie jedoch wieder nicht registriert worden.

Nach eigenen Angaben hatte der Fahrer zum Zeitpunkt des Crashs einen Bagel und einen Kaffee in der Hand, was seine Reaktionsfähigkeit deutlich einschränkte. Der Unfall zeigt also, welch fatale Folgen es haben kann, wenn man sich auf den Autopiloten verlässt.

Zur Entlastung Teslas: Autopiloten sind nicht dazu gedacht, dass der Fahrer vollständig die Kontrolle abgibt. Sie sollen dem Fahrer lediglich assistieren und können ihn nicht ersetzen. Der Insasse muss also weiterhin den Überblick bewahren. Dennoch: Experten warnen vor Teslas Autopiloten, die extrem fehlerhaft sein sollen.Schlafend und besoffen im Tesla am Verkehr teilzunehmen, ist also auch mit Autopilot lebensgefährlich.

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