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Smartphone gebraucht kaufen: Lohnen sich Second-Hand Geräte wirklich?

Smartphones gebraucht zu kaufen, kann durchaus sinnvoll sein. Welche Plattformen sich eignen, zeigt dieser Test.
Smartphones gebraucht zu kaufen, kann durchaus sinnvoll sein. Welche Plattformen sich eignen, zeigt dieser Test.
Foto: iStock/Martin Dimitrov
Wer Kosten sparen und die Umwelt schützen möchte, kauft Smartphones gerne aus zweiter Hand. Doch lohnt sich das langfristig wirklich?

Für neue Handys müssen wir oft tiefer in die Tasche greifen, als uns lieb ist. Daher macht es für viele Sinn, auf Second-Hand-Ware zurückzugreifen. Handys gebraucht zu kaufen schont zudem Ressourcen und ist somit auch besser fürs Klima. Der Markt der gebrauchten Handys boomt: Verbraucher können oft schon die aktuellsten Modelle der Hersteller günstig aus zweiter Hand erwerben. Doch ist das langfristig wirklich die beste Entscheidung?

Handys gebraucht kaufen: So sinnvoll ist es wirklich

Den deutschen Markt der gebrauchten Handys hat die Fachzeitschrift Connect in ihrer aktuellen Ausgabe 10/2019 untersucht. Im Rahmen des Tests wurden Second-Hand-Smartphones von fünf Anbietern bestellt: Clevertronic, Smallbug, Asgoodasnew, Buyzoxs und reBuy. Alle bestellten Geräte waren mit den Kennzeichnungen "wie neu" und "gut" versehen.

Getestet wurde nicht nur der Zustand der Geräte: Connect hat außerdem untersucht, ob die Anbieter richtige Angaben zur Qualität der Smartphones gemacht haben.

Außerdem wurden folgende Features auf ihren Zustand untersucht: Display, Kamera, Lautsprecher, Konnektivität und Zubehör. In Bezug auf die Anbieter wurden außerdem das Angebot der Plattformen, die Nutzerfreundlichkeit der Websites, der Service, die Bezahlmethoden und der Versand geprüft.

Prüfer hätten ein Smartphone zurückgeschickt

Die Bilanz sieht gut aus: Nur eins von 20 Geräten hätten die Tester wegen tiefer Kratzer auf der Rückseite reklamiert. Keiner der getesteten Anbieter schnitt mit einer schlechteren Note als "gut" ab. Eine Plattform konnte dabei besonders überzeugen: Das Unternehmen Clevertronic wurde durch seinen einfachen Bestellprozess und das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zum Testsieger. "Sehr gut" war zudem die Qualität der Second-Hand-Ware bei Smallbug.

Datenschutz besonders wichtig

Ein wichtiges Qualitätsmerkmal im Geschäft mit gebrauchten Handys ist außerdem der Datenschutz. Asgoodasnew und Smallbug löschen jegliche Daten auf den Geräten mit einer professionellen Software, reBuy hingegen setzt die Smartphones lediglich auf ihre Werkseinstellungen zurück. So ist es theoretisch noch möglich, mithilfe spezieller Programme an die Daten des vorherigen Besitzers zu kommen. Wer sein altes Handy verkaufen möchte, sollte also eher einen großen Bogen um reBuy machen, oder die Daten vor dem Verkauf selbst löschen.

Vorsicht mit deinen Daten

reBuy ist Wackelkandidat

Auch im Bereich Gerätequalität hat reBuy am schlechtesten abgeschnitten:Die Mehrheit der Smartphones wurden Connect zufolge nicht gut gereinigt. Außerdem zählten die Tester bei reBuy-Geräten deutlich mehr Gebrauchsspuren als bei Handys aus der gleichen Kategorie bei anderen Händlern. Und das, obwohl reBuy verhältnismäßig am meisten Geld verlangte. Doch die Plattform konnte sich in anderen Kategorien beweisen: Das Angebot, der Internetauftritt, sowie die 36-monatigen Garantie überzeugten die Tester und sorgten schließlich für die Endnote "gut".

Auf Rang vier befindet sich der Anbieter Buyzoxs: Zwar begeistern hier die bei Handys aus der Kategorie "wie neu" angebrachten Schutzfolien, die Website war jedoch wenig nutzerfreundlich.

Der Second-Hand-Markt boomt: Viele Menschen kaufen kein neues Handy mehr, mit fatalen Folgen für die Hersteller. Ein Grund könnten die Kosten von neuen Handys sein. Da sie immer teurer werden, wechseln Kunden seltener.

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