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O2-Kunde sammelt über 200.000 Euro Rabatt-Guthaben: Provider kommt in die Bredouille

Ein Münchener O2-Kunde konnte Unmengen an Rabatt-Guthaben ansammeln, das er nun ausgezahlt haben möchte. Der Fall ist mittlerweile vor Gericht.

Ein skurriler Fall: In München hat ein O2-Kunde mit mehr als 500 SIM-Karten insgesamt 20.000 Euro Rabatt-Guthaben erwirtschaften können, das er nun von dem Provider einfordert. Er nutzte dabei die Vorteile von einem alten O2-Tarif. Der Provider weigert sich, doch der Sparfuchs bleibt hartnäckig: Derzeit befasst sich das Oberlandesgericht mit dem Fall. Wie ist das möglich?

Dank altem O2-Tarif: Kunde erwirtschaftet 6-stelligen Betrag

Die 508 SIM-Karten im Besitz des Müncheners stammen noch aus der Zeit, in der es keine Flatrates und All-Inclusive-Handyverträge gab. O2 startete damals die Rabattaktion, bei der Kunden des "Easy Money"-Tarifs pro eingehendem Anruf zwei Cent gutgeschrieben wurden. Damals war das kein riskanter Deal für den Provider: Immerhin kosteten ausgehende Anrufe deutlich mehr. Diese lagen bei neun Cent pro Minute.

Damit hatte O2 jedoch nicht gerechnet: Viele der SIM-Karten blieben im Umlauf, als die Allnet-Flatrates längst zur Regel geworden waren. So war es einigen Kunden möglich, tatsächlich eine positive Bilanz durch die Gutschriften zu erzielen.

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Leicht verdientes Geld dank automatischer Wahlwiederholung

"Easy-Money" haben die gewitzen Kunden nämlich wörtlich genommen: Durch wiederholte Anrufe, die dank Flatrates nichts mehr kosten, konnten eine erstaunliche Stange Geld gesammelt werden. Zwar hatte O2 bereits 2003 damit begonnen, solch einen Missbrauch durch automatische Wahlwiederholungen zu verfolgen und entsprechende Karten zu sperren – dem eifrigen Kunden aus München kam der Provider jedoch erst 2015 auf die Schliche.

Bis dahin hatte der Kunde bereits sage und schreibe 210.000 Euro sowie 14.000 Euro Auflade-Guthaben gesammelt. Außerdem pocht der Münchener auf weitere 100.000 Euro Sammlerwert der alten SIM-Karten.

Experten gehen davon aus, dass die Chance, den Gerichtsprozess zu gewinnen, für beide Seiten gleich ist. Es bleibt also abzuwarten, ob sich der Münchener tatsächlich ein kleines Vermögen generieren konnte, oder nicht.

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