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O2-Kunde sammelt über 200.000 Euro Rabatt-Guthaben – und wird ausgezahlt

Das kam unerwartet: In dem Streit um über 200.000 Euro Rabattguthaben hat ein Gericht zugunsten des Kunden entschieden. Er kriegt die horrende Summe nun ausgezahlt.

Dass Dreistigkeit siegt, zeigt dieser Fall: Der Mobilfunkbetreiber Telefonica Deutschland muss einem O2-Kunden aus München, der mit Gesprächsgutschriften ein kleines Vermögen angehäuft hat, nun mehr als 200.000 Euro auszahlen. Das hat ein Gericht nun entschieden. Der Mann hatte eine Rabattaktion in seinem alten O2-Tarif ausgenutzt.

Reich dank O2-Tarif: Kunde wird kleines Vermögen ausgezahlt

Das Oberlandesgericht in München hat entschieden und gibt dem gewitzten O2-Kunden nach einem mehrjährigen Rechtsstreit um dessen "Easy-Money"-Gutschriften Recht. Der Münchener hatte eine Rabattaktion von O2 ausgenutzt und mithilfe von 508 Prepaid-Karten über 225.000 Euro Rabattguthaben angehäuft.

Ganz nach dem Motto "Easy-Money" verlief das Ganze dann jedoch nicht: Nachdem er die gutgeschriebene Summe von dem Provider einforderte, weigerte sich dieser, den sechsstelligen Betrag auszuzahlen. Die Begründung: Der Kunde habe sowohl gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen als auch gegen Treu und Glauben verstoßen.

Das sieht das Gericht jedoch anders: Laut dem aktuellen Urteil ist die Revision nicht rechtskräftig und Telefonica Deutschland somit verpflichtet, dem Kunden seine 225.000 Euro auszuzahlen.

Dank altem O2-Tarif: Kunde erwirtschaftet sechsstelligen Betrag

Die 508 SIM-Karten im Besitz des Müncheners stammen noch aus der Zeit, in der es keine Flatrates und All-Inclusive-Handyverträge gab. O2 startete damals die Rabattaktion, bei der Kunden des "Easy Money"-Tarifs pro eingehendem Anruf zwei Cent gutgeschrieben wurden. Damals war das kein riskanter Deal für den Provider: Immerhin kosteten ausgehende Anrufe deutlich mehr. Diese lagen bei neun Cent pro Minute.

Damit hatte O2 jedoch nicht gerechnet: Viele der SIM-Karten blieben im Umlauf, als die Allnet-Flatrates längst zur Regel geworden waren. So war es einigen Kunden möglich, tatsächlich eine positive Bilanz durch die Gutschriften zu erzielen.

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Leicht verdientes Geld dank automatischer Wahlwiederholung

"Easy-Money" haben die gewitzten Kunden nämlich wörtlich genommen: Durch wiederholte Anrufe, die dank Flatrates nichts mehr kosten, konnten eine erstaunliche Stange Geld gesammelt werden. Zwar hatte O2 bereits 2003 damit begonnen, solch einen Missbrauch durch automatische Wahlwiederholungen zu verfolgen und entsprechende Karten zu sperren – dem eifrigen Kunden aus München kam der Provider jedoch erst 2015 auf die Schliche.

Bis dahin hatte der Kunde bereits sage und schreibe 210.000 Euro sowie 14.000 Euro Auflade-Guthaben gesammelt. Außerdem pocht der Münchener auf weitere 100.000 Euro Sammlerwert der alten SIM-Karten.

Experten gehen davon aus, dass die Chance, den Gerichtsprozess zu gewinnen, für beide Seiten gleich ist. Es bleibt also abzuwarten, ob sich der Münchener tatsächlich ein kleines Vermögen generieren konnte, oder nicht.

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