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Entgegen der Rucksack-Revolution: Facebook sperrt Werbeanzeige aus diesem absurden Grund

Facebook sperrte die Werbeanzeige eines Verkäufers aus einem absurden, politisch angehauchten Grund.
Facebook sperrte die Werbeanzeige eines Verkäufers aus einem absurden, politisch angehauchten Grund.
Foto: iStock/ hocus-focus
Ein britischer Erfinder ist empört: Das soziale Netzwerk Facebook sperrte aus einem scheinbar banalen Grund die Werbeanzeige seines neu designten Rucksacks.

Besitzt du ein aktives Facebook-Konto, so ist dir sicherlich bewusst, dass das soziale Netzwerk vermehrt mit stark auf den Nutzer zugeschnittenen Werbeanzeigen arbeitet. Dabei zählt der Konzern weltweit zu den effizientesten Plattformen für Online-Werbung. Augrund dessen überrascht die Meldung, dass Facebook kürzlich die Werbeanzeige eines britischen Rucksackdesigners für eine Stadt sperrte – und zwar, weil dieser mithilfe eines einzelnen Wortes angeblich gegen die geltenden Werberichtlinien verstieß.

Facebook sperrt Werbeanzeige – und das ist der seltsame Grund

Das "Wolffepack" ist ein neuartiger und fortschrittlicher Rucksack des britischen Erfinders David Wolffe. Wolffe wollte sein Objekt mit ebendieser Bezeichnung auf verschiedenen Facebook-Märkten vertreiben – der Rucksack sei fortschrittlich und gar revolutionär. Doch Facebook stellte sich quer: In Hong Kong wurde die chinesische Anzeige wegen eines angeblichen Verstoßes gegen die geltenden Werberichtlinien verboten.

Das Problem scheint tatsächlich in der Bezeichnung "revolutionär" zu liegen: Wolffe und sein Social-Media-Berater vermuten, dass der Facebook-Algorithmus das Wort fälschlicherweise politisch auffasste. Die Sonderverwaltungszone Hongkong ist von Unruhen geprägt, die nicht abreißen, die politische Lage ist folglich angespannt.

Facebook spricht von "technischen Problemen"

Das soziale Netzwerk könnte die Anzeige somit als problematisch aufgefasst haben. Aufgrund dessen startete der Erfinder einen neuen Versuch, natürlich ohne das besagte Wort – und die Anzeige wurde genehmigt. Nachdem Wolffe Berufung gegen das Verbot der Anzeige einreichte, schaltet Facebook diese wieder frei. Die Anzeige sei während des Überprüfungsprozesses aufgrund technischer Probleme abgelehnt worden, berichtet businessinsider.de.

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Tatsächlich scheint es, als habe der Wortlaut zur Ablehnung der Werbung geführt. Denn mit einem ähnlichem Text sei die Anzeige auf etwa 20 verschiedenen Märkten in anderen Ländern akzeptiert worden, so Wolffe. Facebook übt sich im Fall der Sonderverwaltungszone also scheinbar in Zensur.

Generell sind die Werbeanzeigen, die das soziale Netzwerk schaltet, größtenteils eher lästig als nützlich – und teilweise gefährden diese deine Sicherheit. LinkedIn beispielsweise nutzte im letzten Jahr Millionen Datensätze für illegale Werbung. Dies resultierte in einer starken Anpassung von Facebooks Werberichtlinien.

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